Test und Technik

Triumph Bobber

Späte Liebe

06.09.2015 00:00 (bb/br)

Motorradfahren war für Kunstliebhaber Samuel Leuenberger eher Mittel zum Zweck, bis er entschied, einen Bobber-Aufbau anzugehen – inspiriert von einem Triumph-Umbau von Altmeister Eugen Eicher.


Nach fünf Jahren Umbauzeit fährt Samuel (1974)seinen Triumph Bobber (1967) erstmals aus. (Für mehr Bilder klicken)

Zierlicher Racer mit starrem Heck – und alles eidgenössisch-legal

Bei Dani und Eugen waren Samuel und seine Sleeping Beauty in den besten Händen. Die originale Bonnie aus den USA mit weisser Lackierung erfuhr eine gründliche Totalrevision. Der Motor wurde zerlegt und mit neuen Komponenten ausgestattet und leistet (ungemessen) etwa 47 PS und 70 Nm. Das Kernstück des Neuaufbaus dürfte aber der Heckumbau sein. Da die Platzverhältnisse in den originalen Bonnies jener Zeit schon immer sehr beengt waren, sorgte der Anbau eines längeren, starren Hecks für mehr Platz für den frisch aufgebauten Motor. «Wir sind die einzigen in der Schweiz, die über ein Gutachten für Hardtails für Triumph verfügen», erklärt Dani nicht ohne Stolz. Dahinter steckt viel Aufwand nicht nur im technischen, sondern vor allem im administrativen Bereich – ganz zu schweigen von den Kosten, bis alles amtlich war. Im Sommer 2014 war es so weit. Der grosse Vorteil liegt darin, dass Eicher Motors Classic Bikes weitere Umbauten mit ihrem Gutachten vorführen kann, die danach legal auf der Strasse bewegt werden können. «Das war auch mein Ziel», bekräftigt Samuel, «ich wollte kein Motorrad bloss zum Anschauen, sondern eins, womit ich ganz normal und legal fahren kann.» Den Heckrahmen von Eicher Motors Classic Bikes gibt es in drei verschiedenen Längen für eine bestimmte Zahl von alten Triumph-Modellen (siehe Kasten).

 

Teil 1
Späte Liebe
Teil 2
Die alte Dame von 1967

Teil 3
Den Geist der 1960er-Jahre eingefangen
Teil 4
Zierlicher Racer mit starrem Heck – und alles eidgenössisch-legal
Teil 5
Ausgeklügelte Details
Teil 6
Hintergrund
Teil 7
Technik

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