Test und Technik

Husqvarna-Motocrosser 2016

Im gelobten Land

16.10.2015 00:00 (Haller/lü/br)

Jetzt ist er doch noch gefahren – in den USA – im Land des Motocross.


Chris lässt die 450er vonder Leine und findetdabei noch Zeit, sich miteinem Kontrollblick zuvergewissern, dass derFotograf auch abdrückt. (Für mehr Bilder klicken)

Der Stahlrahmen setzt die Messlatte

Ausser dem 250er-Zweitakter TC 250 haben alle Husqvarna einen neuen Rahmen. Verbaut wird hochwertiger Chrommolybdän-Stahl, hydrogeformt, lasergeschnitten und robotergeschweisst. Es geht dabei längst nicht mehr um maximale Steifigkeit bei niedrigem Gewicht, sondern um gewollt definierte Verwindungs- und Längssteifigkeit. Konkret ist der neue Rahmen 380 g leichter, hat eine um 20 % höhere Verwindungssteifigkeit bei 30 % geringerer Längssteifigkeit. Weil mit der TC 250 ein Töff mit dem vorherigen Rahmen zur Verfügung stand, war ein direkter Vergleich möglich. Der Unterschied ist auf der Piste klar spürbar, die Töff mit dem neuen Rahmen haben eindeutig mehr Grip am Vorderrad als die TC 250. Zwischen 4 und 5,2 kg leichter sind die 2016er- Husqvarna als die letztjährigen Modelle. Neben der Gewichtsreduktion ist ein weiteres Ziel beim Bau von Sportmotorrädern die Zentralisierung der Massen, die Gruppierung der schweren Bauteile möglichst nahe am Schwerpunkt. Da ist ein kompakter Motor hilfreich. Neu auf 2016 sind der Zweitaktmotor mit 125 cm3 und die Viertaktmotoren mit 250, 350 und 450 cm3. Alle drei Viertakter sind kompakter gebaut als ihre Vorgänger, die Motorund Getriebewellen wurden näher zusammengerückt. Alle drei Motoren sind mit einer Ausgleichswelle, die auch Wasserpumpe und Steuerkette antreibt, und vier Titanventilen ausgerüstet. Zwei Leistungskurven und eine Starthilfe können angewählt werden. Entgegen dem Usus in dieser Sparte gibt KTM Leistungszahlen bekannt: Die 250er hat 46, die 350er 58 und die 450er 63 PS.

 

Teil 1
Im gelobten Land
Teil 2
Und plötzlich geht es doch noch

Teil 3
Der Stahlrahmen setzt die Messlatte
Teil 4
Die Kleine ist ein ganz grosser Hammer
Teil 5
Keine kritiklose Lobhudelei

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