Test und Technik

Suzuki GSX-S 1000 F

Komfortabel reisen

19.10.2015 00:00 (Stadler/br)

Die Suzuki GSX-S 1000 F will kein Sporttourer sein. Sie ist vielmehr ein Superbike für alle, die sich nicht zu Lenkerstummeln runterbücken wollen.


Keine GSX-R mit Superbike-Umbau, sondern die GSX-S 1000 F,von Anfang an konstruiert für Fahrer ab 40, die früherSuperbikes fuhren. (Für mehr Bilder klicken)

Ruppige Gasannahme: Sie ist geheilt!

Bei Tests zur nackten GSX-S 1000 wurde der Lastwechselschlag beim Gasanlegen bemängelt. Bei der F, die ich fahren durfte, ist davon nichts zu spüren. Seidenfein nimmt der Töff das Gas an. Es könnte an Fertigungstoleranzen liegen, oder aber Suzuki hat nachgebessert. Die Gashand steuert mit dem Gaszug direkt die Primärdrosselklappen. Die Traktionskontrolle greift über einen Stellmotor, wenn nötig, auf die Sekundärdrosselklappen ein. Auf dem eher kleinen Digitalcockpit sind alle wichtigen Informationen wie Tourenzähler als Balkendiagramm, Geschwindigkeit, Gangwahl, Zeit, Reichweite usw. auf einen Blick ablesbar, wunderbar im Blickfeld des Fahrers. Die Scheibe der Vollverschalung ist zwar klein, aber recht wirkungsvoll. Ohne Verwirbelungen im Helmbereich leitet sie den Luftzug auch bei höherem Tempo am Fahrer vorbei. Die nötigen Rückspiegel sind genügend hoch und bieten eine gute Sicht nach hinten. Das Fahrwerk ist mit der GSX-S 1000 identisch und damit eher hart abgestimmt. Nur die Gabel wurde dem geänderten Einsatzzweck angepasst und soll bei höheren Geschwindigkeiten noch etwas mehr Stabilität bringen. Die Sitzposition auf der GSXS 1000 F stimmt: Mit dem angenehmen Kniewinkel werden auch längere Etappen nicht zur Tortur. Die Hände fallen fast wie von selbst auf den breiten Lenker. Die Stellung des Oberkörpers ist angenehm aufrecht, man hat stets eine gute Übersicht über das Verkehrsgeschehen. Die Sitzhöhe von 810 mm ermöglicht auch kleineren Fahrern sicheres Anhalten. Der Knieschluss ist schmal und stimmt auch auf längeren Fahrten. Der Bremshebel lässt sich in der Spreizung einstellen, die Einstellmöglichkeit des Kupplungshebels ist wohl dem Rotstift zum Opfer gefallen. Obwohl ein Soziussitz und Beifahrerfussrasten vorhanden sind, ist der Töff nicht wirklich für den Zweipersonenbetrieb gedacht. Der Soziusplatz ist eher ein Notsitz, da möchte keiner auf längeren Touren mitfahren.

 

Teil 1
Komfortabel reisen
Teil 2
Superbike als Basis – das geht raketenartig

Teil 3
Ruppige Gasannahme: Sie ist geheilt!
Teil 4
Sporttourer mit klarer Betonung auf «Sport»
Teil 5
Meine Meinung
Teil 6
Leistung und Drehmoment
Teil 7
Technische Daten SUZUKI GSX-S 1000 F

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