Test und Technik

Kawasaki Ninja H2 Alltagstest

Alleskönnerin

24.10.2015 00:00 (red/br)

Wenn ein vielseitiger Alltagstöff gewünscht ist, fällt die Wahl nicht unbedingt auf die Kawasaki Ninja H2 – ausser bei Moto Sport Schweiz.


Wenn ein vielseitiger Alltagstöff gewünschtist, fällt die Wahl nicht unbedingt auf dieKawasaki Ninja H2 – ausser bei MSS. (Für mehr Bilder klicken)

… auf der deutschen Autobahn

Ganz ehrlich, es war mir ziemlich mulmig zumute, als ich mich am Sonntagabend auf den Weg machte, eine neue Sinneserweiterung zu erleben. Ich war dazu auserkoren, die Kawasaki H2 auf der deutschen Autobahn auszupressen, bis nichts mehr geht! Mangels Zeit und einem Petrus, der dem Projekt nicht wohlgesinnt war, blieb nur das kurze zweispurige Autobahnstück nach dem Zoll in Basel.

Der Dreh am Gasgriff macht vergessen, dass ich so gar nicht auf das Motorrad passe. Zu eng der Kniewinkel, zu viel Druck auf den Handgelenken. Doch ich bin nicht zum Wellnessen hier. Volle Konzentration ist angesagt. Die rechte Hand löst einen Sturm aus. So muss es sich anfühlen, wenn Scotti von Captain Kirk den Befehl erhält, das Raumschiff Enterprise mit Lichtgeschwindigkeit in die nächste Galaxie zu katapultieren. Ab Tempo 250 wird es ernst, das Blickfeld verengt sich und beginnt zu wackeln, den Kopf auf den Tank gepresst, auf den Tacho geschielt und gleichzeitig den Verkehr im Auge. Der Adrenalinpegel steigt rasant, im Gegensatz zur Geschwindigkeitsanzeige, die ab 290 nicht mehr so vehement vorwärtsdrängt.

299, mehr geht nicht, und ich bin verdammt froh, wieder langsamer zu machen, das Herz rutscht ziemlich tief in die Hose, und es ist ein Ritt auf Messers Schneide!

Beat Gautschi

 

Teil 1
Alleskönnerin
Teil 2
… auf dem Glaubenberg, dem Brünig und Susten

Teil 3
… auf der deutschen Autobahn
Teil 4
… in der Stadt
Teil 5
… am Sonntagmorgen Gipfeli holen
Teil 6
… auf dem Prüfstand
Teil 7
… beim Harley-Indian-Club
Teil 8
… auf der Rundstrecke

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