Test und Technik

Mash 400 R Adventure

Globalisierter Leicht -Sinn

29.10.2015 00:00 (jm/br)

Die französische Marke Mash lanciert Neuigkeit um Neuigkeit: Nach putzigen 125ern und 250ern und dem Neo-Klassiker Mash 500 folgt nun die hochbeinige, modernere 400 R Adventure. MSS fuhr sie im Vercors-Gebirge.


Dank Leichtigkeit, Hochbeinigkeit undsattem Drehmoment zuckelt die MashAdventure jeden Hang des Vercors hinaufund wieder hinunter. (Für mehr Bilder klicken)

Hoch schwingt das Bein

Doch dem gwundrigen Erstbesteiger stellen sich die himmelhoch aufragenden Koffer und der wohl höchstgelegene Töffsattel der Gegenwart in die Quere (88 cm Sattelhöhe gegen 86 für die KTM Super Adventure, 82 die Guzzi Stelvio und 84 die Aprilia Caponord ...). Ich komme mir vor wie «Sumsemann », der Maikäfer aus dem Kindermärchenbuch, der vor dem Abheben die vorbereitenden Turnübungen mit «linkes Bein, rechtes Bein» skandiert. Einmal aufgestiegen fällt auf, dass trotz meinem Gewicht von über einem Zentner die Fuhre kaum zusammensackt. Bei 190 cm Gardemass reichts zwar, um bei leicht gespreizten Beinen mit beiden Füssen flach den Boden zu erreichen. Doch wie macht das ein Appenzeller? ...

Die gute Überraschung folgt sogleich: Die spielende Leichtigkeit (161 kg samt Koffern gegen 272 für oben erwähnte KTM, 296 die Moto Guzzi und 275 kg die Aprilia) beruhigt bereits beim Herumfüsseln und bei leichtem Hin- und Herkippen der «Mashine». Der breite Lenker, der schmale Tank und die wenig angewinkelten Knie ergeben eine sichere, bequeme Sitzposition mit sicherheitsfördernder Rundumsicht. Das Cockpit mit grossem, analogem Tourenzähler und grossen Leuchtzahlen für den Tacho sowie Leuchten für Blinker, Fernund Abblendlicht, Leergang (keine Ganganzeige), Bordcomputer, Benzinstand und Batterieladung sowie Uhrzeit, Gesamt- und Tageskilometerzähler liegt gut im Blick und ist quasi blendfrei. Der relativ kurze Bremshebel ist (beschränkt, wegen des Handschutzbügels) in der Spreizung einstellbar, der Kupplungshebel hingegen nicht. Nebst den klassischen Ein-, Um- und Ausschaltkipp- und Druckknöpfen findet man wie bereits bei der Five Hundred einen Schalter für die Instrumentenbeleuchtung, die ebenfalls das Rücklicht ansteuert. Klarer Fortschritt ebenfalls bei der vorderen Beleuchtung, bestehend aus zwei H4-Birnen, und es leuchtet sowohl das Abblend- als auch das Fernlicht stets doppelt.

 

Teil 1
Globalisierter Leicht -Sinn
Teil 2
Hoch schwingt das Bein

Teil 3
Bekloppt: Trommelfeuer
Teil 4
Gspunnä!
Teil 5
Leicht, bedienungsfreundlich und günstig
Teil 6
Meine Meinung MASH 400 R ADVENTURE
Teil 7
Technische Daten MASH 400 R ADVENTURE

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