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Glanz und Gloria

17.10.2002 00:00 (Text: Markus Schmid / Bilder: Angel Fernandez)

Tuning? Ist ja klar: Hat mit Leistung zu tun. Motoren werden «getunt» und Fahrwerke. Oder? Wenn man sich intensiver auf dem Zubehörmarkt und auf Bikeshows umschaut, ist gar nichts mehr klar. Jede farbig eloxierte Alu-Fussraste wird da als Tuning-Teil angepriesen.


Sämtliche Register des optischen Tunings gezogen: Der Streetfighter-Umbau von «Streetfighters» in Interlaken: Suzuki-GSX-R Motor im Spondon-Rahmen mit Einarmschwinge

Erst mal zum Begriff «Tuning»: Das englische Wort heisst auf deutsch «Abstimmen» im technischen Sinn und wurde ursprünglich ausschliesslich für leistungssteigernde Arbeiten am bestehenden Motor oder Fahrwerk gebraucht. Mit dem äusserlichen Erscheinungsbild einer Maschine hatte Tuning bis dahin eigentlich nichts zu tun, ausser dass dem Kenner unter Umständen eine entsprechende Auspuff- oder Vergaseranlage ins Auge stach oder nicht serienmässige Fahrwerkskomponenten. Oder die Maschine war grundsätzlich für den Rennstreckeneinsatz gestrippt und umgebaut worden.

Alles andere figurierte schlicht und ergreifend unter Umbauen. Umbauen hiess - und das heissts auch heute noch - vor allem eines: Ich will meinen fahrbaren Untersatz nach meinem ästhetischen Empfinden verschönern und mit dessen äusserem Erscheinungsbild dokumentieren, zu welcher speziellen Gruppe der gesamten Gemeinde ich mich zähle.

Das begann für viele von uns schon im zarten Alter von 144 Lenzen und dem ersten Mofa. Egal ob nach dem Konsum des epochalen Biker-Films «Easy Rider» mit dem Auswechseln des normalen Lenkers am Mofa gegen einen Hochlenker oder indem am Ciao der Lenker nach hinten oder nach unten gewürgt wurde. Die Fortsetzung folgte mit 18 Jahren: An Japan-Bikes von der Stange wurden Stummellenker und zurückversetzte Fussrastenanlage montiert. Das alles heisst heute eben neudeutsch und umfassend Tuning. (...)


Den vollständigen Artikel finden Sie in MSS 21/2002, welches am dem 16. Oktober am Kiosk erhältlich ist.



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