Test und Technik

Vision der Zukunft

Victory Vision Tour und Vision Street


 

22.01.2007 00:00 (Alan Cathcart)

Die junge US-Cruiser-Schmiede Victory will mit ihren Modellen Vision Tour und Vision Street nichts Geringeres, als die Welt der Luxustourer revolutionieren und dann GoldWing & Co. auch gleich aufmischen. Ende 2007 werden die ersten in den USA verkauft.

Bei der Vorpräsentation seiner ersten Tourermodelle im kalifornischen Long Beach im letzten Dezember zog «der andere» grosse Motorradhersteller der USA, Victory aus Minneapolis, den Pressevertretern schon mal den Speck durchs Maul. Bei den US-Händlern werden die Vision Tour und Vision Street im Herbst 2007 als 2008er-Modelle stehen. Später sollen sie der Polaris-Tochter  Victory zusammen mit den bereits existierenden Cruiser-Modellen die Märkte in Europa, Japan und Australien erschliessen (siehe Interview mit KTM-Boss Stefan Pierer, «Lieber im Alleingang», in MSS 23/2006, Seite 26, über die Beziehung von KTM und Polaris).


Die beiden brandneuen Tourer zielen klipp und klar auf die bisherigen Kunden der BMW K 1200 LT, der Honda GoldWing und besonders der Tour-Glide-Familie von Harley-Davidson, also auf das wohlhabendste und am schnellsten wachsende Marktsegment in Nordamerika, das aber auch die kritischste Kundschaft mit genau definierten Vorstellungen umfasst.

Wallpaper Victory Vision Tour

Wallpaper Victory Vision Street

Wallpaper Victory Vision Tour auf voller Tour


6 Jahre und 20 Konzepte
Der Boss von Victory, Mark Blackwell, enthüllt, dass seine Company die intensivste Marktstudie ihrer Geschichte unternommen hat, um die Erwartungen zu definieren, die diese Kundschaft an ein Tourenmodell von Victory stellen. «Es hat uns gut sechs Jahre Marktforschung gekostet,  diese genaue Vorstellung zu definieren», sagt er. «Wir fuhren mehr als 28 000 Meilen (ca. 45 000 km) auf Modellen von anderen Marken, um die Basis herauszuarbeiten. "

"Aber der Schlüssel waren die Aussagen der Leute. Wir gingen zu ihnen nach Hause, trafen sie auf Bikertreffen und bei Ausfahrten und fragten sie aus, was sie bei einer zukünftigen Anschaffung von einem Tourenmodell erwarteten, und natürlich darüber, was sie an den Maschinen, die sie schon gefahren hatten, befriedigt und was sie enttäuscht hatte. Aus diesen Gesprächen schälten wir schrittweise etwa zwanzig Vorstellungen heraus, wie der zukunftsorientierteste, eigenständigste amerikanische Luxustourer aussehen müsste. Diese dampften wir auf vier Konzepte ein. Als wir letzten Sommer unsere Absicht erklärten, in diesen Markt einzusteigen, zeigten wir Skizzen und holten dazu die Meinungen der Leute ein. Ein bestimmtes Konzept erhielt ganz klar am meisten Zustimmung, mehr als alle drei anderen zusammengenommen. Und das ist jetzt die Vision. Wir denken, sie wirkt frisch und innovativ , sie ist typisch für die Werte von Victory. Wir können nicht gewinnen mit Produkten, wie sie jeder andere bietet!»

Technische Daten Victory Vision

Antrieb Luft-Öl-gekühlter 50º-V2-Viertaktmotor, Gesamthubraum k. A. (vermutlich rund 1800 cm3), SOHC, 4 Ventile pro Zylinder, Benzineinspritzung, hydraulische Kupplung, Sechsganggetriebe mit Overdrive, Endantrieb Zahnriemen.


Fahrwerk Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, vorn Telegabel, hinten einstellbares Zentralfederbein. Radstand 1670 mm, Lenkkopfwinkel 61 Grad, Nachlauf 137 mm. Doppelscheibenbremsen vorne, 300 mm Scheibendurchmesser, schwimmend gelagert, mit Dreikolbenzangen, hinten Einzelscheibe 300 mm, Zweikolbenzange.


Reifen vorn 130/70-18, hinten 180/60-16. Sitzhöhe 673 mm, Breite 1140 mm, Länge 2700 (Tour) bzw. 2664 mm (Street),
Tank 22,7 l
Gewichte: k. A.
Ausstattung Audiovisuelles Sound-System mit MP3-Player Support.  GPS-Navigationssystem. Fassungsvermögen des Gepäcksystems Tour (2 Seitenkoffer à 27,65 l plus Topcase mit 55,4 l): 110,7 l, Street (nur Seitenkoffer 2 ¥ 27,6 l): 55,2 l.

Den ausführlichen Bericht lest ihr in MOTO SPORT SCHWEIZ 02/2007; das Heft kann selbstverständlich auch online abonniert werden. Hier lang…


Unten das Youtube-video von Raptors and Rockets zur neuen Victory:

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