Menschen und Politik

Zwei Schweizer voll auf Speed

Speed-Weltrekord zweier Töff-Freaks


 

10.09.2007 00:00

Aus spontaner Begeisterung heraus entstand die Idee, die zur europaweiten Werbekampagne wurde. Die unglaubliche Story zweier Schweizer Motorradenthusiasten. Text von Rolf Lüthi.


Ruedi Steck gibt Gummi mit der Swiss Express.

Wenn sie dieses Heft in Händen halten, sind Markus Sägesser, Ruedi Steck und sechs Begleiter bereits unterwegs in die USA. Die Motorräder, mit denen die beiden einen oder mehrere Töff-Geschwindigkeitsrekorde in die Schweiz holen wollen, wurden schon zwei Wochen zuvor versandt.

Vom 2. bis 6. September gilt es ernst: Nur an den Motorcycle Speed Trials wachen Funktionäre des Motorrad-Weltverbandes FIM auf dem Salzsee von Bonneville/Utah über die Einhaltung der Reglemente, nur dann können anerkannte Speed-Weltrekorde gefahren werden.

Angefangen hat alles mit einem Kinofilm: «The Worlds Fastest Indian», der die Geschichte von Speedfreak Burt Munro erzählt, zog Ruedi und Markus dermassen in den Bann, dass sie spontan beschlossen, wie einst Munro auf dem Salzsee von Bonneville einen Geschwindigkeits-Weltrekord zu fahren. Unrealistische Träume? Keineswegs! Der absolute Rekord auf zwei Rädern liegt zwar bei 565 km/h, doch gibt es am Speed Trial eine Unzahl von Klassen und Subkategorien (nach unserer Rechnung 72, ohne Gewähr), in denen die Trauben viel tiefer hängen.
«Das wollen wir auch!»

«Wir wären auf jeden Fall nach Bonneville gereist, um Rekorde zu fahren, wenn auch in bescheidenerem Rahmen. Doch dann stieg Castrol ein», erzählt Markus von einer plötzlichen Wende. Sie suchten einen Ölsponsor, als die Verhandlungen mit Castrol eine unerwartete Wende nahmen. Mit dem Projekt «Swiss Performance and Castrol Power 1 go for the World Record» sollte Castrols neues Qualitäts-Motorradöl promotet werden.

«Wir schauten uns an, und ich sagte spontan: ‹Wir machen das!›», erzählt Ruedi. «Wir mussten Castrol einen Gesamtpreis nennen für das Team, den Bau der Töff, eine zweimonatige Promotionstour durch Europa, die Reise in die USA, die eigentlichen Rekordfahrten, die mediale Betreuung. Das war an einem Mittwoch. Wir hetzten heim und begannen hektisch alles durchzurechnen, arbeiteten eine Nacht durch. Am Samstag um 13.10 Uhr drückte Markus auf den Knopf und mailte die Offerte an Castrol. Nur zwei Stunden später kam die Antwort: «Go!»

Den ausführlichen Bericht lest ihr in MOTO SPORT SCHWEIZ 18/2007; das Heft kann selbstverständlich auch online abonniert werden. Hier lang…


Für Technik-Geniesser haben wir euch ein paar grossformatige Fotos:

Mit drei grossen Vergasern bestückter Feuling W3-Motor.

Die Vergaser des Feuling-Motors von vorne.

Und die Vergaserbatterie von der Seite. Es handelt sich dabei um drei Keihin Flachschiebervergaser FCR mit 39 mm Durchmesser.

Auspuffrohr der Castrol Power 1 Hot Shot. Das Rohr kommt direkt vom Abgasturbolader her. Rechts im Bild der Zahnriemen für den Primärantrieb der Hot Shot.

Öhlinsgabel mit Radialbremsen: nur das Feinste vom Feinen.

Schlangennest von Abgas- und Frischluftleitungen für maximale Leistung.

Einige Elemente sind klassisch und auch an normalen Motorräder zu finden, wie der Choke-Knopf oder der Lenkungsdämpfer. Andere wie der Abgasturbolader (ganz rechts) haben nur wenige Bikes...

Riesiger Ladeluftkühler.

Markus Sägesser in Action-Position.

Und auch Ruedi Steck gibt ordentlich Stoff...


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