Test und Technik

HP2 S - BMWs sportlichster Boxer

Technik BMW HP2 Sport


 

03.10.2007 00:00

Letzte Woche stellte BMW an der Mondial du deux Roues in Paris seinen sportlichsten Boxer aller Zeiten vor: die HP2 Sport. Auf den ersten Blick eine Mischung aus R 1200 S und K 1200 S...doch ein zweiter Blick lohnt sich. Was BMW da in Paris vorgestellt hat, ist Renntechnik pur. Was sich auch auf den Preis der Sport auswirken dürfte...


Der sportlichste Serien-Boxer aller Zeiten ist mit seinen Komponenten eigentlich fast zu schade für die Strasse: BMW HP2 Sport.

Spätestens seit BMW diesen Frühling an verschiedenen Endurance-Rennen mit einem sehr sportlichen Boxer teilgenommen hat, wusste man, dass die Bayern da an etwas sehr Sportlichem, Luftgekühltem rumbastelten. Insofern überraschte die HP2 Sport bei der Enthüllung durch BMW Motorrad und deren Leiter, Dr. Herbert Diess in Paris nicht mehr besonders. Doch die Summe der technischen Finessen liess dann doch aufhorchen: Auspuff unter dem Sitz, Schaltassistent, Öhlins-Sportfahrwerk, verstellbare Fussrastenanlage, radial angeordnete Ventile, konische Nocken, zwei Ölkühler, Brembo-Monoblock-Bremsanlage (wahlweise die Bremsen mit ABS) und exklusive Schmiederäder. Womit bald bei allen Anwesenden klar war: das wird ein Super-Supersportlicher Boxer. Ein Traumboxer. Und wahrscheinlich ein ziemlich teurer Boxer...


Gekürzt veröffentlichen wir euch hier die BMW Presseinformation zur HP2 Sport:


Entwicklung, Technik und Design

Die neue BMW HP2 Sport erweitert die HP Modellreihe von BMW Motorrad. In der Basis stammt sie von der BMW R 1200 S ab. Abgesehen von bewährten Konzepten wie BMW Motorrad Telelever und EVO-Paralever sowie Kardanantrieb wurden jedoch nahezu alle Komponenten neu entwickelt oder zumindest weitgehend modifiziert. Gewichtsersparnis, Leistungssteigerung sowie die kompromisslos sportliche Auslegung standen für die Entwickler ganz vorne im Lastenheft.

Ein eingeschworenes Spezialistenteam aus routinierten Rennfahrern,
Ingenieuren und Mechanikern, deren Herz für den Boxer schlägt und die
sich auch privat dem Motorsport verschrieben haben, entwickelten dieses neue Modell bei BMW Motorrad. Dabei flossen auch die Erfahrungen ein, die das Team BMW Motorrad Motorsport mit dem Rennboxer unter anderem im Rahmen einiger Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2007 gesammelt hat.

DOHC-Zylinderköpfe, Ventilbetätigung über Schlepphebel

Um höhere Drehzahlen zu erreichen, wurden die Zylinderköpfe des Boxers komplett neu gestaltet und neben den üblichen Tests zusätzlich im Langstreckeneinsatz ausgiebig erprobt. Zwei oben liegende, kettengetriebene Nockenwellen (DOHC) und über sehr leichte Schlepphebel betätigte Ventile ermöglichen nun eine Höchstdrehzahl von 9 500 min–1. Die vier radial angeordneten Ventile sorgen jeweils für sehr kompakte Brennräume, so dass auf die zweite Zündkerze, wie sie bei den R-Modellen bislang zum Einsatz kommt, verzichtet werden kann. Das Verdichtungsverhältnis beträgt 12,5:1.

Foto: halboffener Zylinder. Zu sehen die radial angeordneten Ventile und vorne gross die Steuerkette bzw der Steuerkettenspanner.

Horizontale Anordnung der Nockenwellen (!)

Als Kraftstoff für die optimale Performance empfiehlt sich Super Plus mit
98 ROZ; das Motorrad kann jedoch auch mit Super 95 ROZ betrieben werden. Die horizontale Anordnung der Nockenwellen bedingt zwei Besonderheiten: Jede der Wellen steuert ein Ein- und ein Auslassventil und die Nocken sind konisch geschliffen. Um einen höheren Gasdurchsatz zu erreichen, wurde der Ventilteller-Durchmesser von 36 auf 39 Millimeter (Einlass) beziehungsweise von 31 auf 33 Millimeter (Auslass) vergrößert. Die Einlasskanäle wurden maschinell optimiert. Der Ventilspielausgleich erfolgt wie bei den K 1200-Motoren über Shims.

Schöne Zeichnung der Ventile und Nockenwellen. Man beachte die konischen Nocken und dass jeweils eine Nockenwelle ein Ein- und Auslassventil steuert.

Die Zylinderkopfhauben sind aus Karbon gefertigt und mit leicht austauschbaren Schleifpads aus PA6 Hartkunststoff bestückt.

Hochfeste und leichtgewichtige Schmiedekolben

Das Bohrungs- und Hubverhältnis ist beim HP2-Boxer unverändert. Neu sind die hochfesten, gewichtsreduzierten Schmiedekolben und die entsprechend angepassten Pleuel. Im Zusammenspiel mit der neuen Saugrohranlage, die über kurze Ansauglufttrichter verfügt, entwickelt das Triebwerk eine Spitzenleistung von über 96 kW/130 PS bei 8.750 min–1 und ein Drehmoment-Maximum von 115 Nm bei 6.000 min–1.

Zwei Ölkühler

Zwei parallel durchströmte und hintereinander geschaltete Ölkühler.
Damit der Sport-Boxer unter allen Bedingungen thermisch gesund arbeitet, kommenzwei hintereinander positionierte und parallel durchströmte Ölkühler zum Einsatz.

Foto: gestrippte HP2 Sport. Gut sichtbar vorne der Ölkühler und das ganze Abgassystem.

Die BMW Niere in der Frontverkleidung wurde im Windkanal optimiert und sorgt für eine effektive Anströmung des Doppelölkühlers.

Edelstahl-Auspuffanlage mit aktiver Abgasklappe

Die komplett aus Edelstahl gefertigte 2-in-1 Auspuffanlage ist erstmals
unter der Ölwanne verlegt. Diese Konfiguration gewährleistet im Fahrbetrieb maximale Schräglagen. Eine Abgasklappe vor dem Doppelendrohrschalldämpfer im Heck, die von einem elektronisch gesteuerten Servomotor via Seilzug betätigt wird, sorgt für einen fülligeren Drehmomentverlauf.

Lambdasensoren in beiden Krümmern

Die Reduzierung der Abgas-Emissionen ermöglicht ein geregelter Katalysator. Sauerstoff-Sensoren in beiden Krümmerrohren überwachen den Lambda-Wert und stellen über den gesamten Drehzahlbereich eine optimale Gemischzusammensetzung sicher.

Ein Beispiel für die große Liebe zum Detail, die sowohl Entwicklung als auch Fertigung der BMW HP2 Sport prägt, sind die Auspuffaufnahmen am einteiligen, selbsttragenden Carbon-Heck. Diese sind hitzeentkoppelt und kompensieren zugleich die Längenänderung der Abgasanlage bei Erwärmung und Abkühlung. Der Höcker weist zudem ausgeklügelte Lüftungsöffnungen auf, damit die Hitze vom Underseat-Auspuff effektiv abgeleitet werden kann.

Weitere Merkmale der Auspuffanlage sind das überaus attraktive Design sowie der beeindruckende Boxer-Sound, der dem großvolumigen Schalldämpfer entweicht.


Enger gestuftes Sechsgang-Getriebe

Im Vergleich zum Getriebe der BMW R 1200 S sind der erste und zweite Gang länger übersetzt, so dass die Gangspreizung geringer ausfällt. Dies hat einen kleineren Drehzahlabfall nach dem Hochschalten zur Folge. Auch diese Auslegung ist ein typisches Rennsport-Feature, von dem die fahrdynamischen Eigenschaften profitieren.

Direkt aus dem Rennsport: Schaltassistent

Ein weiteres reinrassiges Rennsport-Detail ist der serienmäßige Schaltassistent der BMW HP2 Sport, der auch als Schaltautomat bezeichnet wird. Das System erlaubt ein schnelles Hochschalten ohne Gaswegnahme oder Kupplungseinsatz.

Betätigt der Fahrer den Schalthebel, nimmt die elektronische
Motorsteuerung den Zündwinkel zurück und blendet die Einspritzung aus. Damit wird der Antriebsstrang für den Gangwechsel „lastarm“ und es wird ein schnelles Schalten ohne Kupplungsbetätigung möglich. Der Schaltassistent arbeitet sowohl bei normalem, als auch bei für den Renneinsatz auf Wunsch umgekehrtem Schaltschema (Drucksensor als Sonderzubehör). Betätigt der Pilot hingegen die Kupplung, bleibt das System inaktiv. Die Entscheidung, ob der Schaltassistent eingesetzt wird, überlässt die BMW HP2 Sport folglich immer dem Fahrer.

Modifizierte Rahmenkonstruktion

Der Stahlrohr-Mittelrahmen stammt von der BMW R 1200 S, wurde aber im Bereich der Aufnahmepunkte an das neue einteilige und selbsttragende CFK-Heck angepasst.

Telelever mit Öhlins-Sportfederbein

Die Vorderradführung wird von der bewährten und stabilen Telelever-
Konstruktion übernommen. Deren Längslenker stützt sich über ein speziell abgestimmtes Öhlins-Sportfederbein mit Ausgleichsbehälter ab, das in Zugund Druckstufendämpfung sowie in der Federvorspannung einstellbar ist.

Foto: gut sichtbar alle Fahrwerkskomponenten

Über die erweiterte Fläche im Bereich der Tauchrohr-Klemmung in der unteren Gabelbrücke ist zudem eine Fahrzeughöhen-Feinabstimmung möglich.

Edle Komponenten aus gefrästem Aluminium

Die obere Gabelbrücke sowie die beiden in der Kröpfung verstellbaren,
angeflanschten Lenkerstummel sind edle, geschmiedete und überfräste
Aluminium-Teile. Hier finden sich auch der Hauptbremszylinder und der
Kupplungsgeberzylinder mit radialer Pumpenanlenkung, die, wie im Rennsport üblich, über schnell lösbare Klemmfäuste fixiert sind.
EVO-Paralever mit Öhlins-Sportfederbein.

Foto: gestrippte HP2 Sport

Auch die Paralever-Hinterradführung stammt aus der BMW R 1200 S, verfügt in der BMW HP2 Sport jedoch über ein in allen Belangen einstellbares Öhlins-Sportfederbein mit Ausgleichsbehälter. Dank der ins Federbein integrierten Längenverstellung lässt sich die Fahrzeughöhe auch hinten variieren. Somit kann die Fahrwerksgeometrie der BMW HP2 Sport individuell für verschiedene Rennstrecken optimiert werden.
Jede BMW HP2 Sport verfügt serienmäßig über einen exklusiven Werkzeugsatz, mit dem sämtliche Einstellungen an den Fahrwerkskomponenten vorgenommen werden können.

Exklusive Schmiederäder und Rennsportbereifung

Die BMW HP2 Sport rollt auf eigens entwickelten, gewichts- und
festigkeitsoptimierten sowie überfrästen Schmiederädern der Dimension
3,5 x 17“ beziehungsweise 6,0 x 17“.
Diese sind wesentlich leichter als konventionelle Gussräder, besitzen aber eine vergleichbar hohe Stabilität. Von den geringeren rotierenden Massen profitieren die Handling-Eigenschaften enorm. Der Sport-Boxer lässt sich extrem leicht in Kurven einlenken und erlaubt überaus schnelle Richtungswechsel.

Die Schmiederäder sind serienmäßig mit Sportreifen im Format 120/70 ZR17 vorn und 190/55 ZR17 hinten bestückt. Diese gemeinhin ausschließlich aufRennstrecken – beispielsweise im Rahmen der Supersport-Meisterschaft – eingesetzten Pneus namhafter Hersteller sind für den Straßenbetrieb homologiert.

Die Ingenieure entschieden sich für einen 55er Reifenquerschnitt, da
dieser in den Gesamteigenschaften bei Tests die besten Ergebnisse erreichte.

Foto: Actionfoto

Brembo Monoblock-Rennbremsanlage

Kompromisslos sportlich präsentiert sich auch die Bremsanlage der neuen BMW HP2 Sport. Vorn kommen einteilige, radial montierte Vierkolben-Bremssättel von Brembo zum Einsatz, die die beiden 320 Millimeter großen Scheiben kraftvoll in die Zange nehmen. Die Radialverschraubung erfolgt über einen neuen Gussfuß am Telelever-Unterteil. Das Hinterrad wird von einem Doppelkolben-Schwimmsattel verzögert. Selbstverständlich erfolgt die hydraulische Ansteuerung der Bremszangen über hochwertige, stahlarmierte Bremsleitungen.

Modifiziertes, abschaltbares BMW Motorrad ABS auf Wunsch

Optional bietet BMW Motorrad ein an den sportlichen Einsatz angepasstes ABS an. Das System wurde bezüglich seiner Funktion gegen das Abheben des Hinterrades optimiert. Ein zusätzlicher Drucksensor im vorderen Bremskreis ermöglicht eine feinfühligere Regelung des Systems und verhindert, dass das Steuergerät die Vorderradbremse bei stark entlastetem Hinterrad allzu früh öffnet. Gleichwohl kann das ABS für den Rennstreckeneinsatz abgeschaltet werden.

Rennsportliche Ergonomie

Schon zu Beginn der Entwicklung stand die Sitzposition im Fokus der
Ingenieure. Im Vergleich zur BMW R 1200 S rückte der Fahrer näher an den Lenker, so dass sich eine deutlich versammelte, in Richtung Vorderrad orientierte Sitzhaltung hinter der schmalen Verkleidung ergibt.

Die extrem schlanke Gestaltung im Tankbereich begünstigt zudem die Gewichtsverlagerung (Hanging-off) beim Einsatz auf der Rennstrecke.

Der BMW HP2 Sport kommen auch hier die Erfahrungen aus dem
Langstrecken-Sport zugute, wo es nicht nur auf Speed, sondern auch auf Durchhaltevermögen ankommt. Da der Pilot einen renntauglichen,
aber vergleichsweise entspannten Arbeitsplatz vorfindet, bietet der neue
BMW Sport-Boxer echte Endurance-Qualitäten.

Foto: Boxer von hinten

Verstellbare Fußrastenanlage

Zu den edlen Rennsport-Komponenten zählt die verstellbare Fußrastenanlage aus gefrästem, hochfestem Aluminium. Über einen Exzenter lassen sich die Fußrasten in der Höhe sowie nach vorn oder hinten verstellen. Raststufen sorgen dafür, dass auf beiden Seiten eine identische Einstellung möglich ist.

Daneben erlauben die ebenfalls voll einstellbaren Brems- und Schalthebel eine optimale Positionierung der Bedienelemente.
Verstellbare Lenkerstummel und Magura Handarmaturen.
Auch die Lenkerstummel aus gefrästem Schmiedealuminium sind ideal
positioniert und lassen sich in der Kröpfung verstellen. Die Magura Radial- Handarmaturen ermöglichen eine Handhebel-Weiteneinstellung für Bremse und Kupplung.

Verkleidung komplett aus CFK

Sämtliche Verkleidungsteile der BMW HP2 Sport sind aus Carbon gefertigt, wobei das einteilige Heck sowie die Frontverkleidung als selbsttragende Elemente ausgeführt sind. Letztere baut deutlich schmaler als bei der BMW R 1200 S und beherbergt einen leichten und leuchtstarken Halogen-Doppelscheinwerfer mit Freiformflächen Reflektoren. Zu den besonderen Details zählt der Kennzeichenträger der BMW HP2 Sport: Er lässt sich samt Heckleuchte und Blinker vor dem Rennstreckeneinsatz mit wenigen Handgriffen leicht entfernen.

Feinschliff im Windkanal

Wie jedes BMW Motorrad erhielt auch die neue BMW HP2 Sport ihren letzten Feinschliff im Windkanal. Dabei wurden nicht nur Komponenten wie die Verkleidungsscheibe und die neuen Rückspiegel in aerodynamischer Hinsicht optimiert. Besonderes Augenmerk legten die Ingenieure auf die Kühlluftströmung für den Motor. So leitet der Motorspoiler den Fahrtwind gezielt an die Auslass-Seite der Zylinderköpfe, während die BMW Niere in der Frontverkleidung eine effektive Anströmung des Doppelölkühlers gewährleistet.

Ausgeklügelte Lüftungsöffnungen im Carbon-Heck sorgen schließlich
dafür, dass die Hitze der Underseat-Auspuffanlage wirksam abgeleitet wird.

Rennsportliches Infozentrum: GP-Dashboard von 2D Systems

Ein echtes Highlight für alle Rennsport-Enthusiasten ist das serienmäßige Dashboard im Cockpit der BMW HP2 Sport. Es wurde im Zusammenarbeit mit der renommierten Firma 2D Systems entwickelt, die ihre Systeme zur Datenerfassung und -analyse auch im GP-Rennsport einsetzt. Das System verfügt über ein großes, gut ablesbares Digital-Display und arbeitet mit verschiedenen Modi. Die Bedienung erfolgt über zwei Schalter an der linken Lenkerarmatur.

Im Road-Modus kann der Pilot typische Informationen wie Drehzahl,
Geschwindigkeit, Uhrzeit, Kilometerstand, Restreichweite und Fahrzeit auf dem Display ablesen und erfährt unterstützende Informationen in der
Warmlaufphase des Motors.

Im Race-Modus liefert der Bildschirm beispielsweise Angaben zu Rundenzeiten, Maximaldrehzahl, Topspeed oder Anzahl der Schaltvorgänge. Die gespeicherten Daten lassen sich auch mit einem Laptop auslesen. Zudem verfügt das Dashboard im oberen Bereich über acht frei programmierbare LEDs, die als Drehzahlanzeige oder Schaltblitz genutzt werden können. Neben weiteren Funktionen sind auch die Display-Anzeigen frei programmierbar.

Schließlich bietet das GP-Dashboard zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten.So können Laptimer mit Sende /Empfangseinheit, GPS-Tracking oder Datenlogger über einen freien Eingang angeschlossen werden.

Anlehnung an BMW Motorrad Motorsport Design

Die Verkleidung der neuen HP2 Sport ist zum großen Teil in Sicht-Carbon ausgeführt und wurde durch weiße Lackierungen an Motorspoiler, Heck, Kotflügel und Seitencover an das BMW Motorrad Motorsport Design angelehnt. Der Motorspoiler trägt den zweifarbigen „HP2“-Schriftzug. Gitterrohrrahmen sowie Felgen sind in der Farbe BMW Motorrad Motorsport Blau lackiert.

Foto: HP2 Sport in Action. Man beachte, dass die Schräglagenfreiheit in dieser Stellung schon komplett ausgelastet ist - konzeptbedingt (abstehende Zylinder)geht nicht mehr...


Technische Daten BMW HP2 Sport

 
Motor

Hubraum cm3 1.170
Bohrung x Hub mm 101 x 73
Leistung PS  > 130 bei Drehzahl 8'750/min
Drehmoment Nm 115 bei Drehzahl 6'000/min

Bauart Boxer

Zylinderzahl 2
Verdichtung/Kraftstoff 12,5/S Plus
Ventil/Gassteuerung DOHC mit Schlepphebel
Ventile pro Zylinder 4
Ø Ein-/Auslass mm 39/33
Drosselklappendurchmesser mm 52
Gemischaufbereitung BMS-K

Elektrische Anlage

Lichtmaschine W 480
Batterie V/Ah 12/12 wartungsfrei
Scheinwerfer W 2 x H 7/55
Starter kW 1,2


Kraftübertragung Getriebe

Kupplung Einscheiben-Trockenkupplung Ø 180 mm
Getriebe klauengeschaltetes Sechsganggetriebe
Primärübersetzung 1,734
Übersetzung Gangstufen I 2,176
II 1,625
III 1,296
IV 1,065
V 0,939
VI 0,848

Hinterradantrieb

Kardanwelle
Übersetzung 2,75

Fahrwerk
Rahmenbauart Haupt- und Frontrahmen aus Stahlrohr,
Rahmenheck und Frontverkleidung
selbsttragend CFK, Triebwerk mittragend
Radführung Vorderrad BMW Telelever
Radführung Hinterrad BMW Paralever
Federweg vorn/hinten mm 105/120
Nachlauf mm 86
Radstand mm 1.487
Lenkkopfwinkel ° 66

Bremsen

Bremsen vorn Doppelscheibenbremse Ø 320 mm
hinten Einscheibenbremse Ø 265 mm
auf Wunsch BMW Motorrad ABS

Räder

Leichtmetall-Schmiederad
vorn 3,50 x 17
hinten 6,00 x 17
Reifen vorn 120/70 ZR 17
hinten 190/55 ZR 17

Maße und Gewichte

Gesamtlänge mm 2.135
Gesamtbreite mm 750 am Schleifpad
Lenkerbreite mm 700
Sitzhöhe mm 830
Trockengewicht kg 178
DIN Leergewicht, fahrfertig kg 199
Zul. Gesamtgewicht kg 330
Tankinhalt/davon Reserve l 16/4
Fahrdaten
Beschleunigung
0–100 km/h s <3,1
Höchstgeschwindigkeit km/h >200

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