Ratgeber

Getestet: Motorrad-Allroundreifen

Dunlops Tourensportreifen Roadsmart


 

25.10.2007 00:00

Dunlops bisheriger Tourensportreifen, der inzwischen 6 Jahre alte D220ST, ist gegenüber den neuesten Produkten der Konkurrenz gehörig ins Hintertreffen geraten. Dunlop löst ihn daher durch den neuen Roadsmart, eine völlige Neuentwicklung ab. Wir fuhren den Tourensportreifen auf der Dunlop-eigenen Teststrecke in der Nähe von Montpellier.


Beste Roadsmart-Botschafterinnen: die hübschen Damen von Dunlop Deutschland.

A.) Testbericht:

Da Tourensportreifen immerhin einen Anteil am Strassenreifenmarkt von 25 Prozent haben, stand für Dunlop fest, dass ein neuer Reifen hermusste. Die Zielvorgaben: viel Grip für den sportlichen Fahrer, guter Abrollkomfort für den komfortverwöhnten Tourenfahrer, lange Laufleistung für den Sparfuchs und sichere Nasslaufeigenschaften für alle. Mit einem Wort: die Eier legende Wollmilchsau im Reifenmarkt. Auftritt Dunlop Roadsmart.

Konkurrenzprodukte auch im Test

Auf der Dunlop-eigenen Teststrecke Mireval in Südfrankreich hatten wir die Gelegenheit, Dunlops jüngstes Kind eingehend zu testen. Beim Reifenbeschnuppern dann eine Überraschung: Manche der Testmaschinen sind mit den Topprodukten der Konkurrenz bestückt. Das passiert beim Reifentesten eigentlich so gut wie nie und zeugt vom hohen Selbstbewusstsein Dunlops.

Foto: Mit der BMW R 1200 RT auf die Rennstrecke? Nicht ideal. Aber auch die Kombination Tourenschiff + Dunlop Roadsmart schlagen sich wacker.

Trocken-/Nasstest

Trockengrip? Hervorragend. Kaum Aufstelltendenzen beim Bremsen in Kurven spürbar. Ich pilotiere erst eine Honda VFR, dann einen Tourenbrocken, die BMW 1200 RT. Der Roadsmart verhilft beiden Maschinen zu viel Stabilität in der Kurve bei gleichzeitig grosser Handlichkeit. Das eine muss also das andere nicht ausschliessen. Lediglich das Feedback ist auf einem der Konkurrenzprodukte noch einen Tick besser – aber das ist Mäkeln auf hohem Niveau.
Danach folgt der Nasstest: 6 mm Wasser auf der Fahrbahn, enge Kurven – der Horror. Doch auch hier vermag der neue Road-
smart zu überzeugen. Dank hohem Negativprofil wird das Wasser effizient abgeleitet.

Foto: Ready for testing: Kawaski Z 750. Um besser vergleichen zu können, sind auch die Kawas für den Reifen-Nasstest mit Produkten verschiedener Hersteller bereift.

Den anschliessenden Landstrassentest über 150 Kilometer französischer Bergstrasse braucht es da eigentlich schon gar nicht mehr, die Meinungen sind gemacht: Mit dem neuen Roadsmart ist Dunlop ein grosser Wurf gelungen. Zwar ist der Reifen in keiner Disziplin wirklich besser als das jeweils beste Konkurrenzprodukt, aber der Dunlop erlaubt sich auch nicht den geringsten Ausrutscher nach unten.

Erhältliche Grössen (Preise: Richtpreis in Schweizer Franken):

Vorn                                                   Hinten

110/70ZR17 M/C (54W)

Preis: 229.-

150/70ZR17 M/C (69W)

Preis: 316.-

120/60ZR17 M/C (55W)

Preis: 239.-

150/70R17 M/C 69V 

Preis: *

120/70ZR17 M/C (58W)

Preis: 259.-

160/60ZR17 M/C (69W)

Preis: 321.-

110/80ZR18 M/C (58W) 

Preis: 245.-

170/60ZR17 M/C (72W)

Preis: 349.-

120/70ZR18 M/C (59W)

Preis: 257.-

180/55ZR17 M/C (73W)

Preis: 349.-

110/80R19 M/C 59V

Preis: *

190/50ZR17 M/C (73W)

Preis: 369.-

* = Spezialgrössen

für Reiseenduros

160/60ZR18 M/C (70W)

Preis:

Motorräder, zu denen der neue Dunlop Roadsmart ideal passen könnte (lediglich vermutet - tatsächlich sind wir nur 4 Bikes davon gefahren):

Aprilia Tuono, BMW F 800, BMW R 1200 R/ST/RT, BMW K 1200 R/S/GT, Ducati ST3, Ducati Monsterbaureihe, Honda CBF 500/600, Honda Hornet, Honda Deauville, Honda VFR, Honda CBF 1000, Honda Blackbird, Honda Pan European, Hond CB 1300, Kawasaki ER-6, Kawasaki Z750/1000, Kawasaki ZZR 1400, Kawasaki GTR, KTM Superduke, Moto Guzzi Breva/Griso, Moto Guzzi Norge, MZ 1000, Suzuki GSR 600, Suzuki SV 650, Suzuki Bandit 650/1250, Suzuki Hayabusa, Suzuki GSX 1400, Triumph Speed Triple, Triumph Sprint, Yamaha Fazer, Yamaha TDM 900, Yamaha FZ1, Yamaha FJR 1300

Aber mit Einschränkungen auch auf Enduros: (siehe Grössentabelle)

Und selbst auf Supersportler und Superbikes wie Honda Fireblade, Suzuki GSX-R 600, Yamaha R1 etc (zwar gibt es für diese Bikes Reifen, die mehr Grip, Feedback etc liefern) - aber wer ein Superbike fährt und vorwiegend längereTouren im Sinn hat, ist mit dem Roadsmart ebenfalls gut beraten.


B.) Auszüge aus Dunlops Presseinformationen zum Roadsmart:

Foto: So positioniert Dunlop seinen Reifen gegenüber der Konkurrenz

Foto: Dunlop Motorradreifenfamilie


Dich wichtigsten Features des Roadsmart

  • Neues Profildesign
  • Triple Tread Compound-Lauffläche mit mehreren Mischungen
  • Innovative Karkass-Konstruktion: Flex Steel – Joint Less Belt (FS-JLB)
  • Optimierte Kontur
  • Neues Profildesign
  • Optimale Drainage

Das Profildesign des Sportmax Roadsmart besitzt den höchsten Negativ-Anteil der gesamten Sportmax Familie und verleiht dem Roadsmart das beste Wasserableitungs-Vermögen aller Sportmax Reifen.
Die in Aquaplaning-Simulationen ermittelte Kontur der langen Längsrillen verleiht dem Reifen erstklassige Fähigkeiten zur Ableitung von Wasser.

Schwerpunkt Wet Grip

Der mittlere Profilbereich kommt bei Regenfahrten, wo kaum mehr als 25 Grad Schräglage erreicht werden, am häufigsten zum Einsatz. Gerade dieser Bereich des neuen Dunlop Sportmax erhielt den höchsten Negativprofil-Anteil.
Besonders tiefe Profilrillen im mittleren Bereich stellen über die gesamte Lebensdauer des Reifens eine optimale Drainage sicher.

Triple Compound

A – Traction Compound
Diese Mischung sorgt bei Geradeausfahrt für den Kontakt zur Straße. Die widerstandsfähigere, kühl laufende Mischung bietet optimale Geradeauslaufstabilität und Traktion, effiziente Bremskraftübertragung sowie eine gesteigerte Laufleistung. „Trumpet-Technology“ nennt Dunlop diesen innovativen Ansatz: Die Traktionsmischung erstreckt sich unterhalb der seitlichen Grip-Mischung bis zur Reifenschulter, um das Lenkverhalten und die Kurvenstabilität zu optimieren. Zugleich trägt sie hier auch bei ausgedehnten Touren mit hoher Geschwindigkeit und Beladung zuverlässig dazu bei, eine Überhitzung des Reifens auszuschließen.

B – Lateral Grip Compound
Die seitliche Grip-Mischung bekommt erst in Schräglage Fahrbahnkontakt. Sie wurde eigens für größtmögliche Haftung bei maximaler Schräglage konzipiert.

Gummimischungen

Beim Sportmax Roadsmart kommen die neuesten Dunlop Mischungen mit optimalen Eigenschaften für ihren jeweiligen Zweck zum Einsatz.
Ein neues Extrudierverfahren gestattet die Verwendung von

  • verschiedenen Silica-Sorten für das jeweils optimale Verhältnis von Nasshaftung und Laufleistung für jede Mischung;
  • Polymeren der neuesten Generation für minimalen Verschleiß bei maximalem Grip;
  • ultrafeinem Ruß für eine Mischung mit hohem Grip und kurzer Aufwärmphase ohne übermäßigen Verschleiß
  • Auch das Bindemittel trägt mit einem speziellen Granulat zum hohen Traktionsniveau bei, während sein Polybutadien-Anteil die Laufleistung nochmals steigert.

Foto: Roadsmart, aufgenommen nach 2 Stunden Testfahrt auf der Rennstrecke Mireval (Lufttemperatur: circa 13 Grad, diverse Testfahrer)

Innovative Karkasse

Die HiTech-Karkasse garantiert auch bei hoher Geschwindigkeit ein geringes dynamisches Querschnittswachstum in der Mitte der Lauffläche. Damit sorgt sie für eine stabile Aufstandsfläche und vermindert Verzerrungen sowie eine übermäßige Erwärmung.
Das Ergebnis: herausragende Stabilität bei hoher Geschwindigkeit, bei Fahrten mit Beifahrer sowie bei Seitenwind und eine reduzierte Belastung der Seitenwand für ein Plus an Feedback und optimierte lineare Lenkeigenschaften.
Die bei Vorder- und Hinterradreifen jeweils unterschiedliche Wicklungsdichte des aufgespulten Gürtels sowie zusätzliche Rayon-Lagen tragen mit einer hervorragenden Eigendämpfung zum Fahrkomfort bei.
 
Für sportliche Fahrer

Eine gezielte Verformung der Aufstandsfläche mit steigender Schräglage sorgt für geschmeidiges Handling und progressive Präzision.
Die vordere Aufstandsfläche ist zugunsten eines optimalen Feedbacks gleichmäßiger geformt.
Größere Aufstandsflächen vorn und hinten gewährleisten noch mehr Traktion bei maximaler Schräglage.

Weniger Gewicht = mehr Leistung

Fortschritte bei der Karkasskonstruktion und -fertigung ermöglichten darüber hinaus eine Gewichtseinsparung in der Größenordnung von beispielsweise 0,5 kg bei der Dimension 180/55 ZR17. Dieses Mindergewicht sorgt für eine deutliche Reduzierung des gyroskopischen Effekts am gesamten Rad für kraftvollere Beschleunigung und ein optimales Lenkverhalten. Von den reduzierten ungefederten Massen profitiert zugleich die Federung – ein Plus an Feedback ist die Folge.


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