Test und Technik

Triumphs neuer Cruiser

Triumph Thunderbird 1600


 

22.07.2008 00:00

Nun ist es offiziell: im Jahre 2009 bringt (Modellbaujahr 2010) bringen die Briten ein neues Paralleltwin-Schlachtross. Das Modell nennt sich Triumph Thunderbird 1600 und hat, wie es der Name sagt, gewaltige 1600 ccm Hubraum. Soweit wir wissen, wäre dies der mächtigste Paralleltwin der Motorradgeschichte.


So sieht die neue Triumph Thunderbird 1600 aus.

Gerüchte zu einer fünften Motorenbaureihe bei Triumph gabt es ja schon seit längerem. Im Januar dieses Jahres wurden im Internet erste Erlkönig-Fotos des Paralleltwins (also eines Reihen-Zweizylindermotors) Thunderbird gesichtet - die Maschine hat rund um das Triumph-Firmengelände Hinckley Fahrten absolviert und war dabei fotografiert worden.

(Link zu dieser Story: klickt aufs Foto)

Gestern Montag gab Triumph nun auf einer Händlertagung in Birmingham offiziell bekannt, dass das neue Modell Thunderbird (also zu Deutsch "Donnervogel") heissen soll. Der Name ist allerdings nur mässig einfallsreich - Thunderbirds gibt es schon eine ganze Menge. Angefangen von einem Mozilla-Programm über eine Flugzeugstaffel zu einem Auto. Nicht zuletzt hatte Triumph selbst schon Thunderbirds im Einsatz - in den 50er-Jahren gab es eine Thunderbird, und Ende der 90er-Jahre die Triumph Thunderbird 900 Sport - vielleicht soll die neue Thunderbird also an die alte Thunderbird erinnern.

 

Allerdings lässt der Name auch hoffen. Denn dass die Dreizylinder-Triebwerke der Marke Triumph mächtig guten Sound machen, wissen wir inzwischen (Speed Triple, Daytona etc). Schön wäre es nun also, wenn auch ihr Zweizylinder einen guten, donnernden Ton von sich geben würde.

Weniger zu hoffen ist, dass Triumph den Namen "Thunderbird" an diesem Vogel abgeschaut hat:

"Dromornis stirtoni" - ein ausgestorbener Urzeit-Riesenvogel Australiens. Übernahme: eben auch Donnervogel genannt....

Doch genug gewitzelt, hier noch ein paar Fakten:

Die Thunderbird wird mit 6-Gang-Schaltung kommen und als Endantrieb einen Riemen (anstatt einer Kette) verwenden. Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei dem 1600er-Paralleltwin von Triumph um einen Gegenläufer mit zwei Hubzapfen. Mit Sicherheit handelt es sich um ein wassergekühltes Triebwerk (siehe Fotos: der grosse Kühler). Die Kühlrippen an den Zylindern sind also nur Attrappe..

 Dazu soll es jede Menge Zubehör (aufpreispflichtig) geben. Interessant ist zudem die Option, die Thunderbird sowohl mit einfachen Bremsen, wie auch mit einem ABS-Bremssystem ausstattten zu können. Im Cruiser-Sektor ist ABS nach wie vor Mangelware. Es darf mit Recht vermutet werden, dass Triumph mit dem Thunderbird vor allem die Konkurrenz aus Nordamerika, Harley-Davidson, im Visier hat, die mit ihren Modellen in Europa satte Gewinne einfährt.

Und hier noch zwei Fotos der neuen Thunderbird:

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