Test und Technik
Kawasaki ER-6n, Jahrgang 2009
13.10.2008 00:00
Kawasaki hat seine Allzweckwaffe im Allroundsegment, die ER-6n, aufs Jahr 2009 gründlich überarbeitet. Not tat es nicht wirklich, aber da sich die ER-6n in den letzten drei Jahren bestens verkaufte, will Kawasaki dies natürlich auch in Zukunft beibehalten, ergo kommen wir jetzt schon in den Genuss eines Updates. Neu aufs 2009: aggressiveres Design, weniger Vibrationen, bessere Gasannahme, neuer Rahmen, verbessertes Finish.

Markantestes Detail des neuen Desigs der ER-6n aufs Jahr 2009 ist sicherlich die viel aggressivere Frontpartie.
Offizielle, leicht gekürzte Presseinformation von Kawasaki:
Die neue ER-6n übernimmt die Grundkonzepte ihrer erfolgreichen Vorgängerin (jede Menge Fahrspaß, für Fahrer aller Erfahrungsstufen problemlos zu fahren, schönes Styling) und hebt sie auf neues Niveau.
Neues Design
Die augenfälligste Änderung ist das klarere, aggressivere neue Styling. Die geschwungenen Linien der ersten ER-6n wurden durch kantigere Konturen ersetzt. Der Gesamteindruck der neuen ER-6n wirkt dynamischer: alle Linien weisen nach vorn und verleihen dem Motorrad ein geducktes Erscheinungsbild. Der charakteristische Gitterrohrrahmen und das seitlich angeordnete hintere Federbein sind erhalten geblieben, aber der Rahmen wurde mit mehr Aufmerksamkeit für kleine Details komplett überarbeitet, um einen noch besseren Gesamteindruck des Motorrads zu realisieren.
Hier arbeitete der Designer am meisten: an der Front. Die Verkleidung des Scheinwerfers wurde nun viel markanter, muskulöser. Dies hat zur Folge, dass die Front der ER-6n aggressiver erscheint.
Auch ein wichtiges Design-Merkmal der neuen ER-6n: weit nach vorne gezogenene, breitere Abdeckungen der Kühlerverkleidung:
Klarere Linien
Die ER-6n besticht durch ein klares, schnörkelloses Design und verzichtet auf überflüssige Gimmicks; die Linien verlaufen so lang wie möglich. Der neue, größere Kraftstofftank, nach hinten gezogene Abdeckungen und die kantige Heckschale verleihen dem Motorrad über die gesamte Länge ein kompakteres Aussehen. Die Beachtung selbst kleinster Details unterstreicht den hochwertigen Gesamteindruck des Motorrads.
Der Kraftstofftank ist größer (der Inhalt blieb mit 15.5 Litern allerdings gleich), was von der Seite her gesehen besonders auffällt und zur geduckten Erscheinung des Motorrads beiträgt.
Blick über den Tank:

Von hinten oder von der Seite betrachtet ist das scharfkantigere Design der Heckschale und des Sitzes unübersehbar. Schmale neue LED-Rück- und Blinkerleuchten verstärken diesen Eindruck.
Neugestaltetes Heck mit klaren Formen und LED-Rücklichtern:

Die neu entworfenen Kühlerabdeckungen sind kantiger und tragen zum maskulinen Design und der nach vorn weisenden Linienführung der ER-6n bei. Die Abdeckungen sind etwas breiter, so dass sie Platz für den neuen Kühler bieten und von vorn betrachtet zum muskulösen, athletischen Aussehen beitragen.
Verbesserter Spritzschutz:
Ein längerer vorderer Schmutzfänger bietet verbesserten Spritzschutz. Das zweifarbige Design trägt zum leichten, kompakten Erscheinungsbild bei. Ein zusätzlicher, innen liegender Schmutzfänger hinten hält die Unterseite der Heckschale sauber und trägt zum sportlichen Aussehen der ER-6n bei.
Neuer Rahmen
Der Rahmen wurde zwar komplett neu entwickelt, sein Design ist aber weiterhin ein wesentliches Erkennungsmerkmal der ER-6n. Wie bei ihrer Vorgängerin heben die Anbauteile der neuen ER-6n den Rahmen hervor statt ihn zu verdecken. Das Design des Rahmens, der hinteren Federung und der Schwinge bilden eine ununterbrochene Linie vom Lenkkopf bis zur hinteren Radnabe.
Designmerkmal der alten wie neuen ER-6n: Schwinge und Federbein bilden eine Linie:
Neue Schwinge
Die Schwinge hat nun einen D-förmigen Querschnitt (anstelle eines Ovalprofils). Die Form und die damit einhergehende verbesserte Stabilität der neuen Schwinge tragen mit zum hochwertigen Gesamteindruck der ER-6n bei.
Qualität allgemein
Die Oberflächenbearbeitung an den Rahmenverbindungen ist deutlich sauberer ausgeführt und trägt zur insgesamt höheren Qualität des Motorrads bei.
Blick auf die Sitzbank. Es fällt bsp. auf, wie sauber jetzt die Soziusgriffe am Heckteil befestigt sind:
Sauberes Detail: Die Ausgleichsbehälter für Brems- und Kupplungsflüssigkeit sind aus wertigem Metall und nicht aus schnödem Plastik:

Neugestaltetes Cockpit
Die neu gestaltete Instrumenteneinheit ist klarer gegliedert. Der analoge Tachometer mit einer Hintergrundbeleuchtung aus weißen LEDs ist bei Nacht hervorragend ablesbar. Die Hintergrundbeleuchtung der LCD-Multifunktionsanzeige ist bernsteinfarben. Zum Funktionsumfang gehören eine neue Kraftstoffanzeige, ein digitaler Drehzahlmesser mit Balkenanzeige, eine Uhr, ein Kilometerzähler und zwei Tageskilometerzähler.
Das alte Cockpit sah übrigens so aus (ER-6n, Jahrgang 2008)
Das neue Cockpit der ER-6n sieht so aus (Jahrgang 2009):
Bremsen/Räder/Reifen
Drei Scheibenbremsen im Petal-Design unterstreichen die sportlichen Züge des Motorrads. Attraktive 6-Speichen-Räder verleihen dem Motorrad ein leichtgewichtiges Aussehen und tragen zur Reduzierung der ungefederten Massen bei.
Pental-Design sagt Kawasaki zu diesen Bremsscheiben. Wir sagen Wave-Bremsscheiben dazu:
Handling allgemein
Die bedienerfreundliche Erscheinung der ER-6n zeigt sich schon beim Aufsteigen. Die natürliche Sitzposition und Ergonomie wurden durch einen überarbeiteten Sitz nochmals verbessert. Detailänderungen am Motor ergeben eine seidenweiche Gasannahme, besonders im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Für den Fahrer wird das Motorrad durch das sanftere Ansprechverhalten leichter beherrschbar.
Weniger Vibrationen
Weitere Überarbeitungen an der Steifigkeitsbalance und den Federungseinstellungen sowie die zusätzliche Gummilagerung des Motors an der hinten oberen Aufhängung führen zu leichterem Handling und reduzierten Vibrationen, wodurch die ER-6n gegenüber ihrer Vorgängerin fahrerfreundlichere Handlingeigenschaften und mehr Komfort bietet.
Die elegant geschwungenen Auspuffrohre und die Anordnung des Schalldämpfers unter dem Motor tragen zum attraktiven Design der ER-6n bei.
Weiterhin unten: underslung-Auspuff an der ER-6n.

Die Krümmerrohre werden nun durch einen kleinen Spoiler geschützt:

Dies ist der offizielle Werbetrailer von Kawasaki zur ER-6n, Jahrgang 2009:
Mehr Fahrspaß als jemals zuvor
Das leichtere Handling und die fahrerfreundliche Ergonomie der ER-6n sorgen außerdem für Fahrspaß pur. Die Drehmomentcharakteristik des flüssigkeitsgekühlten Parallel-Twins ist für Fahrten in der Stadt wie auf der Landstraße ideal geeignet. Mehr Drehfreude des Motors sorgt für mehr Fahrspaß, und das verbesserte Ansprechverhalten sorgt für ein hohes Maß an Kontrollierbarkeit, das auch einen sportlichen Fahrstil mühelos zulässt.
Technische Daten Kawasaki ER-6n, Jahrgang 2009:
Motor
| Bauart | Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Reihenzweizylinder |
| Ventilsteuerung | DOHC, 4 Ventile pro Zylinder |
| Bohrung x Hub | 83 x 60 mm |
| Hubraum | 649 ccm |
| Verdichtung | 11,3:1 |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung |
| Drosselklappen-Durchmesser | 38 mm x 2 (Keihin) |
| Ventildurchmesser: Einlass/Auslass | - |
| Schmierung | |
| Auspuffanlage | |
| Starter | E-Starter |
Leistungsdaten
| Max. Leistung | 53 kW (72,1 PS) bei 8500 /min |
| Max. Drehmoment | 66 Nm bei 7000 /min |
| V-max. | - |
Kraftübertragung
| Kupplung | Mehrscheibenkupplung im Ölbad, mechanisch betätigt |
| Gänge | 6 |
| Endantrieb | Dichtringkette |
Fahrwerk
| Rahmen | Diamond-Rahmen aus hochfestem Stahl |
| Federung vorne | Teleskopgabel |
| Gabelinnenrohr-Durchmesser | 41-mm |
| Federung hinten | Rechtsseitig montiertes Monofederbein mit stufenlos einstellbarer Federbasis |
| Federweg vorn/hinten | 120 mm / 125 mm |
Räder
| Rädertyp | Alugussräder |
| Felgendimension vorn | |
| Felgendimension hinten | |
| Reifendimension vorn | 120/70ZR17M/C (58W) |
| Reifendimension hinten | 160/60ZR17M/C (69W) |
Bremsen
| Bremse vorn | Doppelscheibenbremse, Ø 300 mm, semischwimmend, Petal-Design, Doppelkolben-Schwimmsättel |
| Bremse hinten | Einzel-Scheibe, Ø 220 mm, Petal-Design Einkolben-Schwimmsattel |
| ABS | ja |
Abmessungen und Gewichte
| Radstand | 1405 mm |
| Lenkkopfwinkel | 65.5 Grad |
| Nachlauf | 102 mm |
| Gewicht vollgetankt | 204 kg |
| Sitzhöhe | 785 mm |
| Tankinhalt (davon Reserve) | 15,5 Liter |
Farben
| Weiss | |
| Schwarz | |
| Dunkles Orange | |
| x | |
| x |
Preis, Lieferung per, Import
| Preis | noch ubekannt, vermutlich um 10'500 Franken (mit ABS) |
| Erstmöglicher Liefertermin | Frühjahr 2009 |
| Import über |
Fibag AG Lischmatt 17, 4624 Härkingen |
Sonstiges, Bemerkungen
| Bemerkung | auch in einer 34-PS-Version erhältlich |
Konkurrenten
| Aprilia Shiver 750 |
| Benelli TNT 899 |
| BMW F 800 S |
| Ducati 696 Monster |
| KTM 690 Duke |
| Suzuki GSR 600 |
| Suzuki GSF 650 Bandit |
| Suzuki SV 650, Suzuki SFV 650 (ab 2009) |
| Triumph Street Triple/Street Triple R |
| Yamaha FZ6/ Fazer |














































