Auf Achse
Chnüttler-Revival
10.02.2009 00:00
Losfahren und das Ziel noch gar nicht kennen: Beim 1. Chnüttler-Revival brauchte es nebst Fahrkünsten auch Denkvermögen. Text Michael Hug, Bilder: Hug, Rolf Brändle, Fränzi Göggel, Rolf Lüthi
Im «Freihof» zu Lipperschwändi trudeln früh samstagvormittags bis zu den Ohrläppchen vermummte Gestalten an den Meldetisch. «Jetzt wirst du bereits zum ersten Mal gefordert», lacht Organisatorin Fränzi Göggel und zeigt auf den Alkomaten.
Ja, da muss wohl die Jacke zur besseren Beweglichkeit auch noch ausgezogen werden, sonst wird das nichts mit dem Nachfahren dem elektrisierten Draht entlang. Nullmal berühren gäbe zehn Punkte, nur das sieht leichter aus als getan.
Man müsste eine ruhige Hand haben und etwas Geschick, trotzdem klingelts halt bei jedem mehr oder weniger oft, wenn die Öse am Handgriff Kontakt hat mit dem Draht. «Und nun sollt ihr den Posten auf der Karte nachfahren, das ist auch nicht einfach viel Glück!» Dann schicken Fränzi und Assistentin Pia Brändle die Rallyteilnehmer und -teilnehmerinnen auf die uns allen unbekannte Strecke.
Berüchtigte Chnüttler-Rally
Fränzi hat Mitte letzten Jahres begonnen, die einst berühmt-berüchtigte Chnüttler-Rally wiederzubeleben. Fränzi: «An diversen Lagerfeuern an den Wintertöfftreffen habe ich herausgehört, dass es einfach schade ist, so ein Winter ohne Rally. Ich habe mich dann von Stefan Schneiderhan aus Stuttgart zur Organisation einer neuen Rally überschnorren lassen!»
Auf was sie sich da einliess, sollte Fränzi erst im Laufe des Jahres und vor allem in den letzten Tagen vor dem Start erfahren. «Eine Unmenge Arbeit» , meint sie, «tagelang eine optimale Strecke suchen und abfahren und nachts die Postenarbeiten austüfteln!» Doch schliesslich hatte sie es geschafft, gemeinsam mit ihrem Partner Rolf Lüthi. 1. Chnüttler-Revival heisst die eintägige Prüfung nun, führt grosso modo vom Tösstal ins mittlere Toggenburg und birgt eine Menge Überraschungen. Am 13. Dezember kein Unglückstag, hoffentlich! starteten 23 Teilnehmer solo oder mit Plampi im Gespann zum Relaunch der Chnüttler-Rally in den Tösstaler und Toggenburger Schnee.
Den ausführlichen Bericht lest ihr in MOTO SPORT SCHWEIZ 01/2009; das Heft kann selbstverständlich auch online abonniert werden. Hier lang
Termin 2009/2010
Termin für die Chnüttler-Rally 2009: Das nächste Chnüttler-Revival findet voraussichtlich am Samstag, 12. Dezember 2009, statt. Infos bei: fraenzi.goeggel[at]bluewin.ch
1. Chnüttler-Revival 13.12.2008
| Historisches | Die Chnüttler-Rally, eine eintägige, winterliche Postenfahrt (ohne Zeitmessung auf der Strasse) fand das erste Mal 1985 statt, zum letzten Mal 2001. Dann zog sich Hauptorganisator Andy Baumann zurück. |
| Organisation | Das Chnüttler-Revival wurde organisiert von MSS-Mitarbeiterin Fränzi Göggel mithilfe von Stefan «Geier» Schneiderhan, Rolf Lüthi, Rolf und Pia Brändle, Heier Steiner, Sandra Aufdenblatten und Mac Fröhlich. Hans Kurzen vom Copy Shop Bauma machte alle benötigten Kopien unentgeltlich, MSS spendete zwei Jahresabos. Im Restaurant Brückenwaage in Dussnang gab es zu Mittag ein Chnüttler-Menü, «Nestel»-Wirt Paul Hefti bewirtete die hungrige Schar des Abends und am Morgen danach vorzüglich. |
| Strecke | Das Chnüttler-Revival startete in Lipperschwendi bei Bauma ZH und führte über möglichst wenig bekannte Nebenstrecken zum Berggasthaus Nestel oberhalb von Ebnat-Kappel. Dort konnte im Zelt oder im Massenlager übernachtet werden. Drei Solisten mussten vor der verschneiten, steilen «Nestel»-Zufahrt, die auch als Schlittelpiste dient, kapitulieren und wurden per Subaru evakuiert. Die Streckenlänge betrug etwa 120 km. |
Aufgaben: | Nur wer die in der Teilnehmerkarte verzeichnete Strecke findet und befährt, kann eventuell alle Fragen beantworten. An fünf besetzten Posten gab es Aufgaben zu lösen. Mit einem Punktesystem wurde die Rangliste erstellt. |
| Rangliste |
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