Test und Technik

Bajaj und KTM

Erste Bajaj-KTM diesen Herbst


 

01.05.2009 00:00

Es ist sehr wahrscheinlich, dass KTM und Bajaj diesen Herbst auf der EICMA in Milano ihr erstes gemeinsames Produkt vorstellen werden - eine 125er.


Diese Informationen stammen von der US-Website Dealernews, sie hat sich auf News für Motorradealer spezialisiert und beliefert die US-Motorradhändler mit den für sie nötigen News.

Background zu dieser News: vor zwei Jahren gaben der grosse indische Auto- und Motorradbauer (vor allem 125-175 ccm-Motorräder) Bajaj und KTM bekannt, dass sie gedenken, 125er und 250er-Maschinen gemeinsam zu produzieren (Story dazu). KTM liefert die Technik und das Know-How, Bajaj in Indien baut die Motorräder dann zusammen (die Löhne und Energiekosten sind in Indien viel tiefer als in Mattighofen). Damals, als diese News über den Ticker ging, hatte Bajaj gerade 14.5 Prozent der KTM-Aktien gekauft und gab "strategische Gründe" dafür an. 2009 sieht es schon anders aus: laut der letzten KTM-Veröffentlichung im Februar hält Bajaj 31.72 Prozent aller KTM-Aktien.

Zu kaufen ab 2011

Doch zurück zu den Bajaj-KTM 125er: Laut der Dealerwebsite will KTM die neuen 125er im Jahre 2011 in den Markt einführen. Vorgestellt werden sollen die neuen Modelle jedoch schon diesen Herbst an der EICMA-Motorradmesse in Mailand.

Motorradproduktion? Längstens weltweit!

Bajaj wird dadurch endlich die Möglichkeit gegeben, in den grossen europäischen und amerikanischen Markt mit günstigen, aber qualitativ realtiv guten Motorrädern vorzustossen. Im Gegenzug dürften sich für KTM in Asien einige Tore öffnen. Ausserdem erscheint der Schritt, Motorräder mit kleinem Hubraum im Ausland zu produzieren, logisch: mittlerweile machen das mit Ausnahme von Ducati, MV oder Harley fast alle. Triumph und Honda produzieren bsp. teilweise in Thailand, BMW in Taiwan (zumindestens die 650er X-Country) etc. Für die Endmontage werden diese Motorräder dann wieder in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt - vermutlich bloss noch, um die "Made in..."-Plakette zu bekommen.

Der Motorradqualität war das erstaunlicherweise nicht abträglich - modernsten Maschinen und Ausbildung sei Dank.

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