Sport
Ade Dakar - sagt KTM
09.06.2009 00:00
KTM ist verärgert und zieht sich von der Dakar-Rallye zurück. Auslöser war die Bekanntgabe der Reglementsänderung durch Organisator A.S.O.: Ab sofort sollen nur noch Einzylinder-Motorräder bis 450 ccm zugelassen werden. Von Tobias Kloetzli.

Da war die Welt der Orangen noch in Ordnung: Gerad Farres auf einer KTM an der 2009er-Dakar. Foto: KTM
Nur für Amateurpiloten gilt eine Übergangsfrist bis 2011. Dakar-Legende und KTM-Sportberater Heinz Kinigadner verständnislos: «In jedem Sport sind Anpassungen nötig, aber dazu brauchts eine angemessene Vorlaufszeit. Wir haben die Teile für sämtliche 690er-Werksmaschinen und 50 Kundenmotorräder bereitstehen, und sämtliche Fahrerverträge sind abgeschlossen. Die finanziellen Folgen sind enorm!» Sportdirektor Winfried Kerschhaggl: «450er-Motorräder sind für den Rallye-Einsatz denkbar ungeeignet. Wir werden uns weiter im Rallye-Sport engagieren, aber Südamerika ist für uns Geschichte!»
KTM hat die traditionelle Dakar in den letzten Jahren absolut dominiert, acht Siege in Folge eingefahren und rüstete in den vergangenen Jahren jeweils rund die Hälfte der Dakar-Piloten aus. Der Rückzug von KTM dürfte der Dakar entsprechend schlecht bekommen.
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