Ratgeber
Michelin und der Power One
21.07.2009 00:00
Mit dem Power One bringt Michelin den Nachfolger des so erfolgreichen Power Race. Oder besser gesagt, Michelin bringt ein ganzes Reifensystem für sehr sportliche Fahrer inklusive natürlich den Pistenfans auf den Markt, das sich Power One nennt.
Die Palette umfasst einerseits für den Strasseneinsatz homologierte Profilreifen, die allerdings erinnern wir uns an die Einleitung zurück auf der sehr sportlichen Seite liegen und lediglich das vom Gesetz verlangte Minimum von 5% Negativprofilanteil an der Lauffläche aufweisen.
Das soll zusammen mit dem extrem girppigen Compound, der übrigens bei allen Michelin Power One aus rein synthetischem Gummi besteht, also keinen Anteil an Naturkautschuck mehr aufweist, Schräglagen bis zu gewaltigen 60 Grad erlauben. Dabei soll er sich sich blitzartig aufwärmen.
Weichere Karkasse
Der Michelin-Slogan dazu lautet: Ab der ersten Kurve mit dem Knie am Boden. Das ist zwar etwas gar optimistisch, aber Testfahrten auf der Rundstrecke von Portimao zeigten, dass der Power One R/T (Road/Track), der sich durch die weichere Karkasse mit weniger Gewebelagen von seinem profilierten Rennstreckenbruder unterscheidet, effektiv nach je drei Kurven auf beiden Seiten warm und grippig war.

3 Versionen
Wie gesagt, es gibt denselben Reifen mit identischem Profil aber geänderter Karkasse auch als reine Rennstreckenausführung für Rennen, bei denen das Reglement Profilreifen vorschreibt. Und diese Reifen gibts im Power One System in allen gängigen 17-Zoll-Formaten, dazu in den drei Versionen A, B und C (heisst auf dem Vorderrad V). A ist der eher härtere Gummi für normal lange Rennen, B der weichere und C (beziehungsweise V) ist für Langstreckenrennen gedacht und eignet sich vom Verschleiss her für den Rundstreckentrainingsteilnehmer, dem wenig Verschleiss wichtig ist. Insgesamt bietet sich die Auswahl unter 20 Profilreifen in 8 Dimensionen und 9 verschiedenen Gummimischungen.

Dann gibts die Slicks, und die ominöserweise erst einmal alle im Format 16,5 Zoll. 2010 sollen 17-Zöller folgen. Bemerkenswert hier: Den hinteren gibts als assymmetrischen Slick. Das heisst, neben einem mittleren härteren und verschleissfesteren Gummistreifen folgt auf der einen Seite ein weicher A-Gummi, auf der gegenüberliegenden Flanke aber ist der Gummi härter.
Rechts- wie Links-Strecken
Er ist gedacht für Strecken, die nur wenige verschleissfördernde Kurven auf die eine, und viele auf die andere Seite rum aufweisen. Der Clou: Die Reifenkarkasse ist so konstruiert, dass der Reifen in beiden Laufrichtungen montiert werden kann, er passt also für «Rechts-» wie für «Links-Strecken». Und natürlich erhalten wir bei Bedarf auch spezielle Power-One-Regenreifen.

Richtige Wahl per Erfragen
Und wie wählt der Pilot aus so vielen Reifen den richtigen aus? Michelin hat ein Programm entwickelt, das von www.michelinpowerone.com kostenlos heruntergeladen werden kann, in dem er mit dem Beantworten von 6 Fragen zur richtigen Wahl kommt. Diese lauten: Motorradmarke, Modell, Einsatzart, Reifentyp Prifil/Slick/Regen), Rennstrecke, Einsatzbedingungen. So, das Menu steht, jetzt muss nur noch der Ofen geheizt werden.





































