Menschen und Politik
Strassen-Unfallstatistik 2008
20.08.2009 00:00
Die Unfallstatistik 2008 für die Schweizer Strassen hat Positives wie Negatives zu vermelden. Erfreulicherweise gingen die Total-Zahlen für Verletzte oder Getötete erneut zurück. Nicht ganz so positiv ist, dass die Zahlen für verletzte oder getötete Töfffahrer in etwa gleich hoch blieb.
Medienmitteilung des Bundesamt für Statistik:
Die komplette Statistik könnt ihr als PDF hier runterladen.
Im Jahr 2008 verloren 357 (2007: 384; -7%) Personen ihr Leben im
Strassenverkehr. Die Zahl der schwer Verletzten sank auf 4780 (2007: 5235; -9%), die Zahl der leicht Verletzten auf 20'776 (2007: 21'897; -5%). Die Anzahl der getöteten Personen nahm seit der Spitze in den 70er Jahren markant ab, und seit dem 2. Weltkrieg wurde nie mehr ein so tiefer Wert beobachtet wie letztes Jahr.
Dies, obschon die Bevölkerung im selben Zeitraum von ca. 4,5 auf 7,7 Millionen und der Personenwagenbestand um den Faktor 63 wuchsen (von 63000 auf knapp 4 Millionen).
93 % tragen Gurt
Die Zahl der getöteten und schwer verletzten Personen ging zwischen 2000 und 2008 um 24% zurück (von 6783 auf 5'137). Bedeutend war dieser Rückgang bei den Insassen von Personenwagen (-35%), gefolgt von Fussgängern und Fussgängerinnen (-32%). Bei den Insassen von Personenwagen wirkt sich das Tragen von Gurten auf die Vermeidung gravierender Unfallfolgen aus. Während im Jahr 2008 bei den leicht Verletzten nach Polizeirapporten 93% angegurtet waren, so lag die Gurtentragquote bei den schwer Verletzten und Getöteten zusammen genommen lediglich bei 73%.
Risiko für Zweiradfahrer / Fussgänger
Nahezu die Hälfte (48%) der schwer verletzten und getöteten Personen waren Zweiradfahrer und Zweiradfahrerinnen (Fahrrad, Motorfahrrad und Motorrad), obschon diese nur 23% der an Unfällen beteiligten Verkehrsmittel ausmachten. Personenwagen waren in Unfällen mit Personenschaden zu 62% beteiligt. Deren Insassen hatten in der Gruppe der schwer Verletzten und Getöteten jedoch nur einen Anteil von 34%.
Damit zeigt sich eine deutlich höhere Schwere der Unfallfolgen für Zweiradfahrende. Ähnliches gilt für zu Fuss gehende Personen. Mit nur 7% am Total der beteiligten Verkehrsteilnehmer beträgt ihr Anteil 14% der schwer verletzten und getöteten Personen.
Mehrheit der Unfälle innerorts
Zwei Drittel der Unfälle mit Personenschaden geschahen innerorts (13677), 26% ausserorts und 9% auf Autobahnen. Allerdings war der Anteil der Unfälle mit getöteten und schwer verletzten Personen ausserorts (29%) viel höher als innerorts (21%) und auf der Autobahn (17%).
Quellen
Die Statistik der Strassenverkehrsunfälle basiert auf einer Erhebung bei den kantonalen und kommunalen Polizeidienststellen.
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