Sport

Supermoto-SM Biére VD

Scheiwiller jagt die Weltelite


 

27.05.2010 00:00

Stars aus dem Ausland mischen die SM immer mehr auf. Der 18-jährige Cyrill Scheiwiller ist momentan der Einzige, der ganz vorne mithalten kann und so seine Führung in der Meisterschaft ausbaut.


Cyrill Scheiwiller (501) ist der einzige Schweizer, der in Bière mit US-Meister Sylvain Bidart bedrängen konnte. Bild: Pixelplus
Im Winter musste man sich noch Sorgen darüber machen, wer dem dreifachen Meister Philippe Dupasquier (KTM) nach dem Abzug seines härtesten Widersachers Simon Baumann ­(Suzuki) in den Strassenrennsport 2010 das Wasser würde reichen können. Inzwischen sieht alles anders aus: Der Familienvater liegt nach vier von 16 Rennen noch nicht einmal in den Top10 der SM und verliert auf Leader Cyrill Scheiwiller (Yamaha) bereits 46 Punkte. Das Niveau in der Schweizer Meisterschaft ist massiv gestiegen.


Weltmeister gegen US-Champ
Aus Frankreich waren bereits beim Saisonauftakt in Bure JU (Bericht in MSS 10/2010) US-Champion Sylvain Bidart (Honda), Eddy Petard (Kawasaki) und der junge Ausnahmekönner Thomas Verscheure (Honda) am Start. In Bière wurde das Staraufgebot durch keinen Geringeren als den dreifache Supermoto-Weltmeister Adrien Chareyre (Husqvarna) weiter aufgepeppt. Die vier Franzosen waren es denn auch, die das Zeittraining dominierten. Doch mitten unter sie mischte sich Cyrill Scheiwiller (Yamaha). Der Ostschweizer Hoffnungsträger verlor auf die Bestzeit des Weltmeisters nur gerade 0,27 Sekunden und konnte sich auch in der Superpole einen Startplatz in der ersten Reihe sichern. Hinter Petard und dem Deutschen Markus Volz (KTM) schafften es mit Dupasquier und dem noch verletzungsgeschwächten Marcel Götz (Kawasaki) immerhin zwei weitere Schweizer in die zweite Startreihe.


Schnellzug voraus
Beim Start zu Lauf 1 übernimmt Cha­reyre sofort die Führung und zieht vorne weg. Scheiwiller reiht sich zwischen Bi­dart und Petard an dritter Stelle ein. Dahinter kämpfen Volz, Götz, Dupasquier und Verscheure um die Plätze. Der 17- jährige Franzose zieht in einer langgezogenen Kurve auf der Aussenbahn frech am 15-fachen Schweizer Meister vorbei und legt sich gleicherorts auch Götz, den bisher erfolgreichsten Schweizer Supermoto-Piloten, zurecht. Ein Sturz im Offroad-Teil wirft den Heisssporn dann aber doch zurück.

Petard würgt nach halber Renndistanz in der langsamsten Passage den Motor ab und verabschiedet sich so aus dem Kampf um Platz 2. Den führt Scheiwiller dafür umso energischer. Immer wieder setzt er zu Angriffen an, findet aber keinen Weg an Bidart vorbei und muss sich schliesslich mit Platz 3 begnügen. Bidart zollt dem Schweizer anschlies­send Respekt: «Ich habe Platz 2 nicht verdient, Scheiwiller war eindeutig schneller! Überholen kann man hier fast nur, wenn der Gejagte einen Fehler macht.» Den Fehler hatte aber der Jäger gemacht: Scheiwiller wählte eine zu kurze Übersetzung. An der schnellsten Stelle zog er immer wieder neben den Franzosen, worauf ihn der Drehzahlbegrenzer seiner Yamaha einbremste. Scheiwiller: «Einmal versuchte ich, einfach noch später zu bremsen. Mit dem Vorderrad streifte ich darauf in der Kurve das Hinterrad von Bidart. Da wären wir fast gestürzt.» …


Den ausführlichen Bericht lest ihr in SCHWEIZ 11/2010, das ab 28. Mai 2010 am Kiosk erhältlich ist. MOTO SPORT SCHWEIZ kann selbstverständlich auch online abonniert werden.Hier lang…

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