Sport
Schweizer Enduro-Zukunft
27.05.2010 00:00
Das Enduro du Jura wurde nach dem einzigen in der Schweiz noch durchführbaren Modus ausgetragen und stiess auf Begeisterung. Und dies nicht nur bei den Seriensiegern Robert und Rossé.
Nach 14 Jahren im Exil war die Schweizer Enduro-Meisterschaft 2009 anlässlich des Enduro du Jura auf dem Panzer- Übungsgelände in Bure JU erstmals wieder mit einer SM-Veranstaltung in die Schweiz zurückgekehrt. An den übrigen in Frankreich ausgetragenen SM-Läufen werden zwar noch lange Überführungsetappen durch die Wälder gefahren, die Rennen aber dennoch nur auf den Sonderprüfungen (SP) entschieden. Denn um Unfälle und gröbere Verkehrsübertretungen auf den unvermeidlichen Strassen-Überführungsabschnitten zu verhindern, sind dort die Sollzeiten inzwischen sehr grosszügig bemessen.
Am diesjährigen Enduro du Jura fielen die beiden vom Fahrerlager ausgehenden Etappen auf dem Militärgelände kurz aus und wiesen kaum Schwierigkeiten auf. Sie beinhalteten total zwei Spezial- und einen Extrem-Test mit künstlichen Hindernissen. Dort entschieden sich die Rennen. Die Inter-Piloten bestritten täglich sechs Runden, also insgesamt 18 SP auf Zeit. Dabei kamen mit fast eineinhalb Stunden pro Tag überdurchschnittlich lange Wertungszeiten zusammen.
Chargenwechsel der Stars
Viele der Spitzenpiloten in der Enduro-SM haben die Kategorie gewechselt. Nachdem Lionel Seydoux (KTM) diese Saison nicht mehr um den Titel der kleinen Inter-Klasse kämpft (siehe Splitter), stieg Christophe Robert (KTM), der Meister der 250/450-Klasse, auf einen kleinen Viertakter um, während Rückkehrer Reto Meister für KTM in der grossen Hubraumklasse mitmischt. Als neue Herausforderung wollte Ex-Meister (250/450) Johann Rosselet (Yamaha) diese Saison in der kleinen Hubraumklasse antreten. Teamkollege und Ex-Meister Jonathan Rossé (Yamaha) entschied sich dazu aufzusteigen und fährt seine 250er-Viertakt-Yamaha 2010 deshalb mit einem 300er-Kit. Eine Zusammenführung der beiden Inter-Klassen wäre bei den kleinen Unterschieden und total nur gerade 15 Inter-Piloten sicher neu zu überdenken.
Rossé: internationales Format
Der Franzose und Husaberg-Werkspilot Benoit Fortunato war im Jura als Gastfahrer am Start. Der 22-jährige Vizeweltmeister der Juniorenklasse musste sich hier in der grossen Hubraumklasse aber dem 22-jährigen Rossé geschlagen geben. Der Motorradmechaniker aus dem Berner Jura musste seinen Meistertitel 2009 nur wegen einer Verletzungspause abtreten, hat diese Saison bisher aber alle drei Läufe gewonnen und seine Form bereits eine Woche vor Bure unter Beweis gestellt: Auf bestem Weg zu einem Sieg an der Junioren-EM, konnte ihn nur ein Kettendefekt bremsen und schliesslich zur Aufgabe zwingen. Am Enduro du Jura verwies Rossé seine Konkurrenten an beiden Tagen mit 4 Minuten Vorsprung auf die Plätze. Um die erste Verfolgerposition stritten sich die beiden Ex-Meister David Vernier (GasGas) und Reto Meister (KTM).
Den ausführlichen Bericht lest ihr in SCHWEIZ 11/2010, das ab 28. Mai 2010 am Kiosk erhältlich ist. MOTO SPORT SCHWEIZ kann selbstverständlich auch online abonniert werden.Hier lang
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