Sport

Motocross SM Muri

Hochspannung und schmerzhafter Absturz


 

27.05.2010 00:00

In der Schweizer Motocross-Hochburg Muri bewirkten der ideale Zeitpunkt (Pfingstmontag), das sommerliche Wetter und die spektakuläre Piste einen einmaligen Publikumzustrom und packende Inter-Solo-Rennläufe, gewürzt mit dem akrobatischen Draufgängertum der Seitenwagen und den Einlagen der Mini85.


Der beste Schweizer Open-Pilot Grégory Wicht wehrt sich tapfer gegen eine Ausländer-Übermacht. Bild: Kloetzli
Mehr als 8000 zahlende Zuschauer, ein buntes, rege besuchtes Zeltdorf, eine Kinderpiste mit Miniquads, ein grosser Andrang an der Top-Piloten-Autogrammstunde, mehrere prall gefüllte Kantinen, das Ganze quasi wie am Schnürchen durchorganisiert – ein solch gelungenes Motocrossfestival hat es in der Schweiz gewiss seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben, wenn überhaupt. Selbst die Piste war ideal hergerichtet, der grosse Sprung im untersten Teil am Waldrand war etwas entschärft worden, ohne jedoch den spektakulären Aspekt zu mindern. Kurz, ganz andere Verhältnisse als drei Wochen ­zu-­ vor im Sauwetter-geplagten Braunau. Open-Pilot Patrick Walther dazu auf die Anfrage des Rennleiters: «Ich wüsste kein einziges Detail, dass man noch verbessern könnte.»


Open: Wicht beisst sich durch
Der Fribourger Grégory Wicht (DB-Honda) hat nach den ersten drei SM-Rennen von Frauenfeld, Payerne und Braun­au die hochkarätige Ausländer-Meute knapp in Schach halten können und hat einen winzigen Punkt Vorsprung vor dem belgischen Meister Jérémy Delincé (RB-Yamaha) und deren zwei vor dem MX3-erprobten Franzosen Christophe Martin (Husqvarna). Und der tschechische Meister Jiri Cepelak (RB-Yamaha), der Payerne ausliess, hakt schon gewaltig nach.

Beim Start zu Lauf 1 lässt Wicht nichts anbrennen, sondern braust einfach unwiderstehlich davon. Auf seinen Fersen ein Quartett, bestehend aus Martin, Delincé, Cepelak und Walther (Yamaha). Danach gähnende Leere. Nach sieben Runden packt der Tscheche den Belgier, der noch Walther und später sogar den Schweizer Meister Manuel Chittaro (KTM) vobeilassen muss. Walther, zuversichtlicher Vierter: «Das Tempo der Spitzengruppe war zu hoch und zu ausgeglichen, als dass ich hätte überholen können – bis auf Delincé; doch ich habe das Tempo gut mithalten können.»

Den Spurt vom Balken weg zu Run 2 gewinnt Klassenaufsteiger Kevin Auberson (KTM)…


Den ausführlichen Bericht lest ihr in SCHWEIZ 11/2010, das ab 28. Mai 2010 am Kiosk erhältlich ist. MOTO SPORT SCHWEIZ kann selbstverständlich auch online abonniert werden.Hier lang…

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