Sport

GP von Italien in Mugello

Schweizer stark – und doch knapp vorbei


 

09.06.2010 00:00

Moto2-Pilot Tom Lüthi bewies einmal mehr Zweikampfstärke und taktisches Geschick. Das Podest verpasste er um Haaresbreite, ebenso wie Dominique Aegerter einen WM-Punkt. Immerhin: Randy Krummenacher erzielte mit Rang 6 das beste Saisonergebnis.


Lüthi (12) kämpft mit Toni Elias (24), Simone Corsi (3), Shoya Tomizawa (verdeckt) und Sergio Gadea (40) um die Führung in der Verfolgergruppe….Bild: Reinhold Trescher
Für Tom Lüthi war der zweite Podestplatz 2010 beim GP von Italien zum Greifen nahe. Im freien Training am Samstag fuhr er die zweitbeste Zeit, das Qualifying führte er sogar zeitweise an. Dann aber musste der Berner in den letzten Runden verschiedenen Fahrern ausweichen, die auf einen schnellen Windschatten warteten, verlor damit seinen guten Rhythmus und beendete die Qualifikation nur als Neunter. Lüthi war sauer: «Wir haben uns in der Quali stark verbessert. Da kommst du mit 200 km/h angefahren und dann stehen da einfach welche auf der Strecke rum und warten. Das darf nicht passieren. Meine Quali war im Eimer.»


Nach Ärger ein guter Start
Lüthi legte im Rennen zwar keinen Traumstart hin, verlor aber auch keine Plätze, hielt sich zunächst geschickt aus den wildesten Geplänkeln heraus, machte aber keine Geschenke und robbte sich in der zeitweise achtköpfigen Verfolgergruppe des einsamen Spitzenmannes Andrea Iannone Rang um Rang nach vorne. Noch vor Erreichen der halben Renndistanz tauchte er ein erstes Mal als Leader dieser Gruppe auf. Auch als sein Hinterreifen – er hatte die weiche Mischung wählen müssen – nachzulassen begann, hielt er sich in Schlagdistanz zu den wechselnden Anführern der Verfolgergruppe. Taktisch geschickt verzichtete er in der letzten Runde darauf, an der Spitze aus der letzten Kurve herauszufahren, der Windschatten der Gegner Gadea und Corsi reichte dann aber doch nicht, um vorzupreschen, und der 24-Jährige verpasste um 0,015 Sekunden den letzten Podestplatz. Immerhin konnte er wieder beweisen, dass er ganz vorne dabei ist. «Leider habe ich das Podium knapp verfehlt. Mein Hinterreifen hat schnell abgebaut und begann zu sliden, sodass ich vorsichtiger sein musste. Wir sind aber definitiv vorne dabei. In Silverstone werde ich wieder angreifen.»


Aegerter: Mehr Lockerheit bitte!
«Mir fehlt ganz einfach die Lockerheit, um im Quali mein volles Potenzial ausschöpfen zu können», analysierte Dominique Aegerter, der sich seine guten Chancen jeweils im Qualifying verspielt. Der Oberaargauer ging in Mugello vom 29. Startplatz ins Rennen, machte aber sofort Plätze gut …


Den ausführlichen Bericht lest ihr in SCHWEIZ 12/2010, das ab 10. Juni 2010 am Kiosk erhältlich ist. MOTO SPORT SCHWEIZ kann selbstverständlich auch online abonniert werden. Hier lang…

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