Sport

Supermoto-SM Freiburg (D)

Pannen im Spitzenkampf


 

09.06.2010 00:00

Scheiwiller kam als klarer SM-Leader nach Freiburg, verspielte bei einer Attacke auf den Meister aber seinen Vorsprung. Dupasquier selbst fand zu alter Stärke und altbekannten Pannen zurück.


Start-Sieger Dupasquier (1) vor Bidart (64), Scheiwiller (501), Petard (19), Becher (98), Flandin (17), Müller (65) und Verscheure (11). Bild: Pixelplus
Philippe Dupasquier (KTM) war vor zwei Wochen in Bière VD ob seiner mäs­sigen Resultate ratlos. Seither hat der Meister viel an seinem Motorrad gearbeitet, um den Entwicklungsrückstand wettzumachen. Mit überarbeitetem, weniger aggressivem Motor fand er in Freiburg (D) zu alter Blüte zurück und qualifizierte sich im Zeittraining hinter SM-Leader Cyrill Scheiwiller (Yamaha) und Sylvain Bidart (Honda) für die Superpole. Dort sicherte sich der Romand die Pole Position vor Scheiwiller, Bidart sowie den Kawasaki-Piloten Eddy Petard und Julian Becher. Darüber, ob die Pole Position auf der permanenten Piste im Gewerbepark Breisgau auch wirklich der optimale Startplatz ist, waren sich die Piloten nicht einig, denn er liegt nicht auf der Ideallinie in die erste Kurve. Dupasquier scherzte: «So viel ist klar: Er ist besser als Startplatz 6, den ich vor zwei Wochen hatte!» Und auch Scheiwiller sah sich mit Startplatz 2 nicht benachteiligt: «Ich denke, dieser ist sogar besser als die Pole Position. Hier will ich mit kalkuliertem Risiko angreifen. Nicht stürzen und viele Punkte sammeln lautet jetzt die Devise.»


Dupasquiers: Topp & Flop
Beim Start zu Lauf 1 kann sich Meister Dupasquier durchsetzen, während Scheiwiller hinter Bidart auf Position 3 zurückfällt. Scheiwiller: «Wir haben einen derart starken Motor, dass ich ihn etwas länger übersetzt habe, um ihm die Aggressivität zu nehmen – ein kleiner Nachteil beim Start, im Rennen aber perfekt!»

Tatsächlich setzt der Ostschweizer den Meister von Frankreich, Spanien und den USA sofort unter Druck, zieht nach drei Runden im Geländeteil an Bidart vorbei und bedrängt den Leader. Fünf Runden später überholen Scheiwiller und Bidart in einem Zug Dupasquier – der Meister muss mit einem platten Hinterreifen aufgeben.

Doch Scheiwillers Führung hält nicht lange: Bidart nutzt einen kleinen Rutscher des Leaders und drückt sich auf der Innenbahn am 18-Jährigen vorbei. Scheiwiller setzt in der letzten Runde noch zum Blockpass auf Bidart an, muss sich aber doch mit Platz 2 begnügen. Bidart: «Ohne den Plattfuss hätte Dupasquier das Rennen gemacht. Scheiwiller ist ein sehr guter, sympathischer Fahrer. Es macht Spass, mit ihm zu kämpfen.»

Altmeister Dani Müller (Yamaha) schliesst, von Becher bedrängt, zum 17-jährigen Franzosen Thomas Verscheure (Honda) auf und erbt dessen dritte Position, als sich der Jüngling im Offroad-Teil überschlägt. Der 44-jährige Veteran kann sich Becher bis ins Ziel vom Leibe halten und wird mit 20 Sekunden Rückstand auf das Führungsduo Dritter. Müller strahlt: «Endlich wird der Riesenaufwand mal wieder mit einem Podestplatz belohnt. Es hat einfach alles gepasst.» Hinter den Franzosen Guillaume Flandin (Honda) und Petard sowie dem Deutschen Markus Volz (KTM) kommt Cyrills Bruder Serge Scheiwiller (Yamaha) als drittbester Schweizer auf Platz 8 ins Ziel.


Schlauer Angriff, dummer Fall
Beim Start zu Lauf 2 setzt sich erneut Dupasquier vor Bidart und Scheiwiller durch. Scheiwiller holt sich in der Spitzkehre zum Geländeteil Position 2 und setzt in der Offroad-Kehre nach dem grössten Sprung zu einem Blockpass auf den Leader an.


Den ausführlichen Bericht lest ihr in SCHWEIZ 12/2010, das ab 10. Juni 2010 am Kiosk erhältlich ist. MOTO SPORT SCHWEIZ kann selbstverständlich auch online abonniert werden. Hier lang…

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