Sport

Strassen-Most (CZ)

Junod unwiderstehlich


 

22.06.2010 00:00

Auf der schnellen, anspruchsvollen Strecke von Most (CZ) baute Gregory Junod (STK1000) seine SM-Führung mit einem Doppelsieg aus. STK600-Leader Dominik Plüss fiel hingegen mit einem halben Podestplatz und einem Nuller mit Verletzungsfolgen hinter Doppelsieger Pascal Nadalet zurück.


Gregory Junod war auch in Most nicht zu schlagen
Im Superstock-1000-Training setzte Meister Greg Junod auf seiner Suzuki eine erste Duftmarke mit einer Polezeit, die knapp über dem Rundenrekord von 1:36,756 liegt. Sein härtester Widersacher Patric Muff lag auf der TKR-Suzuki um vier Zehntel zurück und meinte:

«Einen neuen Rundenrekord bringt hier von uns keiner hin.» Dem Motocross- und Supermoto-Spitzenpiloten Simon Baumann (Zachmann-Suzuki), der 2010 erstmals voll auf die Strassen-SM setzt, und dem vierten Mann in der ersten Reihe, Lorenz Sennhauser auf der ASR-Kawasaki, nahm er bereits eine gute Sekunde ab.


Duell der Spitzenpiloten
Am Start zu Rennen 1 unter grauen Regenwolken, aber auf trockenem Belag, reagiert Baumann am schnellsten, auf der Anfahrt zur engen Schikane am Ende der Zielgeraden gehen jedoch Muff und Sennhauser vorbei. Der ASR-Pilot schnupft gleich auch noch Muff auf, muss aber nach drei Runden wieder klein beigeben. Junod hat hinter den beiden Streithähnen laufend Boden gutgemacht, geht in deren Sog an Sennhauser vorbei, legt eine halbe Runde lang Muff zurecht und knackt noch in derselben Runde den TKR-Mann. Jetzt setzt Regen ein, Rennabbruch.

75% der Renndistanz sind noch nicht absolviert, also setzt die Rennleitung Teil 2 als Regenrennen auf 5 Runden an, um die vollen Punkte vergeben zu können. Mittlerweile ists aber wieder trocken, und alle schnellen Fahrer gehen mit Trockenreifen ins Rennen.

Muff kommt vor Sennhauser am besten weg. Junod könnte sich jetzt damit begnügen, das Heck von Muff zu halten, um in der Addition der Rennhälften den Sieg einzufahren, aber das reicht ihm nicht, zudem machen von hinten Sennhauser und Baumann Druck. Folgerichtig überrumpelt er Muff noch in der ersten Runde. Der goutiert nicht, dass der 22-jährige Junod an ihm vorbeifährt, und kontert, worauf sich die beiden ein herzerfrischendes Duell liefern, bis der TKR-Pilot sich eine halbe Runde vor dem Ziel verbremst. Damit ist die Sache gelaufen und Junod gewinnt. Hinter Muff geben sich Baumann und Sennhauser die Kante. Auf den Angriff des Ex-Crossers auf der Innenlinie der zweitletzten Kurve kann Sennhauser nicht mehr kontern, und Baumann holt sich hinter Muff den letzten Podestplatz.

Im Sonntagsrennen bei besten Bedingungen sticht wieder Muff als Erster in die Schikane, wild entschlossen, die Scharte vom Vortag auszuwetzen. Es sieht aus, als ob er dieses Mal wegkommt. Das Loch zu Junod, der das Verfolgertrio anführt, ist nach einer halben Runde bereits beträchtlich geschrumpft. Sennhauser lässt sich durch die Linie seines Vormannes Junod irritieren, erwischt im Scheitelpunkt der Zielkurve eine berüchtigte Bodenwelle und fliegt ab. Der nachfolgende Baumann kann Junod nicht mehr folgen.


Die grosse Junod-Show
Jetzt zieht Junod eine gigantische Show ab, brennt ein halbes Dutzend Runden im Bereich des Rundenrekordes in den Teer und setzt mit 1:36,664 eine neue Rekordmarke. Dabei macht er laufend Boden auf Muff gut …


Den ausführlichen Bericht lest ihr in SCHWEIZ 13/2010, das ab 24. Juni 2010 am Kiosk erhältlich ist. MOTO SPORT SCHWEIZ kann selbstverständlich auch online abonniert werden. Hier lang…

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