Sport

Superbike-WM Silverstone (GB)

Doppelsieg für Crutchlow


 

17.08.2010 00:00

Die Briten räumten in Silverstone alle Pokale ab, sorgen braucht sich WM-Leader Biaggi dennoch nicht zu machen.


Jonathan Rea (65) konnte die Starts zu beiden Superbike-Läufen für sich entscheiden, wurde aber stets von Cal Crutchlow (35) bezwungen. Bild: Roger Lohrer
In Silverstone (GB) hatten die starken Briten in der Superbike-WM ein Heimspiel, welches sie zu ihren Gunsten zu nutzen wussten: Jonathan Rea (Honda) setzte sich beim Start vor dem aus Reihe 2 gestarteten WM-Leader Max Biaggi (Aprilia) und Super-Pole-Sieger Cal Crutchlow (Yamaha) durch. Der Supersport-Weltmeister aber fackelte nicht lange, zog an Biaggi vorbei und jagte Spitzenreiter Rea. In Runde 11 konnte sich Crutchlow gegen seinen Landsmann durchsetzen, ihn bis ins Ziel auf Distanz halten und seinen ersten Superbike-Sieg feiern. Der WM-Zweite Leon Haslam (Suzuki) kämpfte sich durchs Feld auf Rang 3 vor und vervollständigte das britische Podium. Hinter Michel Fabrizio (Ducati) setzte sich Biaggi in einem harten Duell um Platz 5 gegen den von Position 16 vorgestürmten, amtierenden britischen Meister Leon Camier (Aprilia) durch.

In Lauf 2 waren es wieder Rea vor Crutchlow, die dem Feld einteilten. Diesmal konnte Crutchlow den Schlagabtausch allerdings erst in der drittletzten Runde in einem haarigen Brems­duell für sich entscheiden.

Nachdem Troy Corser seine BMW an dritter Position versenkt hatte, stürmte Camier wieder durchs halbe Feld und verdrängte Haslam vom dritten Podestplatz. Biaggi war hinter James Toseland (Yamaha) auf Platz 6 schliesslich der beste nichtbritische Pilot.

Auf Verfolger Haslam büsste Biaggi in Siverstone nur gerade 8 Punkte ein und führt die WM-Tabelle drei Runden vor Saisonende noch immer mit beruhigenden 60 Punkten Vorsprung an. Der 39-jährige Italiener ist also weiterhin auf dem bestem Weg, nach 1997 erstmals wieder einen Weltmeistertitel einzufahren. Seinen Vertrag mit Aprilia, für die er drei seiner insgesamt vier Weltmeistertitel eingefahren hatte, verlängerte der Römer um weitere zwei Jahre bis 2012.

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