Sport
Heisses Saison- und Karriereende
12.10.2010 14:31
Mit einem Sieg verabschiedet sich Hoffnungsträger Scheiwiller aus dem Supermoto-Sport. Erstmals in der Supermoto-Geschichte geht der SM-Titel ins Ausland. Meister wird Sylvain Bidart.
Cyrill Scheiwiller (Yamaha) wurde als Schweizer Supermoto-Pilot mit dem grössten Potenzial gehandelt. Nach den Titeln in der Youngster- und der Rookie-Klasse war der 18-Jährige diese Saison lange auf bestem Weg, auch den Titel in der Königsklasse, der Kategorie Prestige, abzuräumen. Unter dem riesigen Druck zeigte der Ostschweizer aber Nerven, verlor durch einen Frühstart und diverse Stürze in der zweiten Saisonhälfte wichtige Punkte und musste die SM-Führung abtreten. Das Saisonfinale in Frauenfeld nahm der Hoffnungsträger als Zweitplatzierter mit einem Rückstand von 23 Punkten in Angriff. Als Meisterschaftsleader nahm der 25-jährige Südfranzose Sylvain Bidart (Honda) die weite Reise in die Schweiz unter die Räder. Sein Ziel: Nach den Titeln in Frankreich, Spanien und den USA auch noch die Krone des Schweizer Meisters in seinen Palmarès einzutragen. Scheiwiller war der Einzige, der dies rechnerisch noch verhindern konnte.
Der junge Schweizer holte sich im Zeittraining mit klarer Bestzeit vor den Multichampions Philippe Dupasquier (KTM), Marcel Götz (Kawasaki) und Bidart auch prompt die Pole Position und zeigte sich kämpferisch: «Den Titel habe ich noch nicht abgeschrieben. Es kann noch viel passieren!»
Schützenhilfe für Scheiwiller
Beim Start zum ersten Prestige-Lauf setzte sich Dupasquier vor Scheiwiller an die Spitze. Götz und Bidart wurden in der ersten Kurve eingeklemmt, stattdessen zog auf der Aussenbahn der aus der zweiten Reihe gestartete Kevin Reinhard (Honda) auf Platz 3 vor. Götz bremste sich am Ende der Geraden an Bidart vorbei auf Position 4 vor.
Scheiwiller versuchte sofort den bisherigen Meister Dupasquier von der Spitze zu verdrängen, verlor nach einem Fehler im Offroad-Teil aber bald den Anschluss. Dupasquier, der sich den vierten Titel in Folge nach einem verpatzten Saisonauftakt früh hatte abschminken müssen, brachte den Start-Ziel-Sieg ungefährdet ins Ziel. Reinhard schien hinter Scheiwiller ein wenig anzustehen, verzichtete aber darauf, seinen Kollegen zu attackieren. Reinhard: «Bei Cyrill geht es noch um den Titel, das hat Vorrang.» So wurde Scheiwiller vor Reinhard, Götz und Bidart Zweiter und verkürzte seinen Rückstand auf den Franzosen auf 17 Punkte.
Der Nachwuchs schlägt zu
Nachdem in Lauf 1 nach den ersten 3 Kurven die Positionen in der Spitzengruppe bereits bezogen waren, ging es in Lauf 2 deutlich heisser zu: Dupasquier entschied den Start erneut für sich, Scheiwiller, Reinhard, Bidart und Götz reihten sich dahinter ein. Nach der Geraden zog Scheiwiller auf der Bremse bereits vorbei an die Spitze, bremste die nächste Kurve aber etwas zu spät an...
Den ausführlichen Bericht lest ihr in SCHWEIZ 21/2010, das ab 14. Oktober 2010 am Kiosk erhältlich ist. MOTO SPORT SCHWEIZ kann selbstverständlich auch online abonniert werden. Hier lang…
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