Roller

Scooter SPECIAL - History

Der mondäne Plan B

08.06.2015 00:00 (hp/br)

Viele Töfffahrer rümpfen beim Thema «Motorroller» die Nase. Dabei gibt es keine andere Fahrzeugkategorie, die dem Töff nähersteht. Und bei der Anzahl der Zulassungen sind beide inzwischen auf Augenhöhe.


Audrey Hepburn und Gregory Peck begründeten den Mythos der Vespa als Liebesschaukel. (Für mehr Bilder klicken)

Wer hats erfunden?

Angefangen hatte vermutlich alles 1919, als der erste Motorroller deutscher Produktion – damals «Motorläufer » genannt – von Krupp in Essen (D) auf den Markt gebracht wurde. Dieser einsitzige Kleinroller von nur 130 cm Gesamtlänge hatte Vorderradantrieb. Erfolgreich gemacht haben den Motorroller vor allem die italienischen Unternehmen Piaggio (seit 1946 mit der Vespa) und Innocenti (seit 1947 mit der Lambretta). Die typische Form stammt von Motorrollern alliierter Luftlandetruppen, den sogenannten Welbikes. Diese Bauweise wurde bis heute von vielen Herstellern übernommen. Weltruhm und Kultstatus erlangte die Vespa spätestens 1953 durch den Film «Ein Herz und eine Krone» (Originaltitel «Roman Holiday»), einer Filmromanze mit Audrey Hepburn und Gregory Peck. Die Dreharbeiten fanden in Rom sowie in den Cinecittà- Studios bei Rom statt; die Vespa war das Vehikel, auf dem das Traumpaar in die Liebe ritt. Heute bietet der Roller nicht nur für viele den Einstieg in die Motorradwelt – für Automobilisten gar ohne Prüfung – auch älteren Motorradlenkern hält der Scooter die Möglichkeit länger offen, trotz fortschreitender Einschränkung in der Beweglichkeit die Freuden des Töfffahrens weiterhin zu geniessen.

Teil 1
Der mondäne Plan B
Teil 2
Wer hats erfunden?

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