Rassiges, puristisches Spassgerät: KTM X-Bow. Aktuelle Artikel aus Test & Technik:
Ein Auto auf Motosport? Undenkbar. Hat hier doch nichts verloren! Nun ja, man kann auch anders argumentieren: zum einen ist es ein KTM-Auto, also der erste Baby der berühmten österreichischen Offroadschmied im Vierradsegment. Zum anderen ist der KTM X-Bow, wie das Auto offiziell genannt wird, gar kein richtiges Auto: es hat nicht einmal ein fixes Dach. Und vom Handling und der Fahrbarkeit soll der X-Bow stark an ein schweres Motorrad erinnern… Grosses Foto: X-Bow von hinten Und mit 700 Kilogramm Gewicht und 220 PS-Turbomotor ist der X-Bow natürlich gnadenlos übermotorisiert. Der Vergleich zeigt es: normaler PW: 1700 kg schwer / 130 PS = 0.08 PS pro Kg Fahrz.gew. Ferrari 360: 1500 kg schwer / 400 PS = 0.2 PS pro Kg Fahrz.gew KTM X-Bow: 700 kg schwer / 220 PS = 0.3 PS pro Kg Fahrz.gew Yamaha R1: 200 kg schwer / 185 PS = 0.9 PS pro Kg Fahrz.gew Lediglich die R1 schlägt also den X-Bow, im sonstigen Fahrzeugsegment ist ansonsten keiner mit einem so guten Leistungsgewicht unterwegs. Und das Ganze ist natürlich noch steigerbar: der Audi FSI-Motor soll bis über 300 PS tunbar sein... Ein paar Grunddaten gefällig?
Leergewicht: 700 Kilogramm Scheibenhöhe: 70 mm hoch Freistehende Räder (nach Art der Formel 1) Antrieb: Hinterrradantrieb Design: Kiska Farben: nur in orange-schwarz Preis: rund 60'000 Schweizer Franken
Grosses Foto: KTM X-Bow Details: Motor, Fahrleistungen Motor: zugeliefert von Audi Deutschland Motorendetails: Vierzylinder, Vollaluminium, Vierventiltechnik, FSI-Direkteinstpritzung, Turboaufladung, stufenlos verstellbare Einlass-Nockenwelle und zwei Ausgleichswellen Motorisierung Basisversion: 220 PS (Leistungen möglich bis 300 PS) Beschleunigung 0-100 km/h: unter 4 Sekunden Getriebe: von Audi zugeliefert, manuelles Sechsganggetriebe, optional mit Direktschaltgetriebe DSG Chassis: Kohlefaser-Monocoque mit Crash-Box in der Frontnase und Überrollbügel Fahrwerk, Bremsen: Federelemente von White Power (eine KTM-Tochter), Bremsen von Brembo. Für verbesserte Traktion kommt ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse zum Einsatz.
Grosses Foto: X-Bow Design Bewusst nicht angeboten werden (Purismus, Gewichtsreduktion) Soundsystem Klimaanlage Servolenkung Nur wenig Windschutz, daher keine Scheibenwischer Keine Türen Airbags Elektronische Fahrhilfen (ESP etc)
Bekleidung und Co. Spezielle X-Bow-Overalls (hergestellt vom Motorradbekleidungshersteller Dainese, Italien) sollen die Besatzung von der Natur (Regen etc) und einem allfälligen Crash schützen. Die Overalls haben integrierte Entertainment- und Kommunikationssysteme. Grosses Foto: kleine Verkleidungsscheibe des X-Bow Helmpflicht? Gesetzlich für den X-Box nicht vorgeschrieben, KTM empfiehlt jedoch das Tragen eines Helms. Ein Stauraum fürs Ablegen des Helms ist im X-Bow vorhanden. Ausserdem wird ein Plane zum Abdecken des Innenraums (Regen etc) mitgeliefert. Markteinführung Wird am Genfer Automobilsalon 2007 vorgestellt und danach in einer Vorserie zu 100 Stück bei Dallara in Italien gefertigt. Bei Erfolg Serienproduktion bei KTM mit einer jährlichen Stückzahl von 500 Einheiten. Vertrieb Noch unklar. Bei Erfolg der Vorserie ist es eventuell möglich, dass eine eigene Vertriebstruktur aufgebaut wird mit einem oder zwei Standorten pro Land (Markteinführung geplant für Deutschland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweiz). Grosses Foto: X-Bow von der Seite
|