Wetten, dass: An der Swiss Performance, der in die Swiss-Moto integrierten Custom-Show, wird der *ten* aus Interlaken der Blickfang schlechthin sein. Enthüllt wird er erst am Eröffnungstag. Wir haben bereits daran geschnuppert und verraten exklusiv die technischen Details und Hintergründe dieses «Mega-Fighters»
Der *ten*, mit dem sich die Streetfighters Switzerland, eine kleine, feine Veredlerwerkstatt aus Interlaken, an der Swiss-Moto in Zürich breitschultrig beziehungsweise breitreifig in den Fokus der Customizing-Szene rücken, setzt neue Massstäbe.
38 cm Felge
Zuerst und ganz offensichtlich bei der Bereifung. Hinten bringt einer von weltweit nur zwei existierenden 400er-Reifen die immerhin 15 Zoll (38 cm!) breite Felge fast zum Verschwinden. Schon aus ästhetischen Gründen mussten deshalb die Streetfighters-Partner Andreas Guntern und Urs Wisler in der Front unter der grimmig dreinblickenden Gladiatorenmaske ein Superbike-Hinterrad mit 180er- Slick zwischen die Cover-Rohre der Upside-down-Gabelholme schieben. Alles andere wäre zu mickrig ausgefallen im Vergleich zur gigantischen Walze unter dem Himmelfahrtskommando-Heck.
Eigentlich ists völlig falsch, den *ten* über seinen Breitreifenrekord zu definieren. Das Kerngeschäft der Streetfighters Switzerland liegt nämlich seit ihren Anfängen 1997 – genau 180 Grad gegenüber der Show-Bike-Ecke – bei den trotz radikaler Optik strassenlegalen Umbauten. Alle von ihnen auf- oder umgebauten Bikes wurden bisher immer inklusive MFK-Abnahme an den Kunden geliefert.
Von der Bieridee zum Megafighter Aber irgendwann muss man auch mal ausrasten, spielen, bis an die äussersten Grenzen gehen können. Das war nach zehn Jahren fröhlichen Schaffens genau das Motto beim *ten*: Einmal nicht Kundenwünschen entsprechen, sich um null gesetzliche Limiten kümmern müssen. Eine «Bieridee», etwas vollkommen Durchgeknalltes bauen – Balsam für die immer wieder an die Leine genommene Custom-Bauer-Fantasie.
Der *ten* ist ein aussergewöhnliches, brachiales Bike geworden, mehrheitlich mattschwarz ohne unnötige Airbrush-Extras präsentiert er sich. Das Bike soll als solches wirken. Das hat funktioniert, denn das Kribbeln in der Magengegend stellt sich bei erster Betrachtung sofort ein. Der *ten* hat Ausstrahlung, er ist anders, grösser, breiter und bietet viele extra erstellte Features.
Der Blick des Entdeckungsreisenden in Sachen Customizing beginnt vorne beim 180er-Slick auf der Rick’s-House-Felge, schweift über die schwarz eloxierten, nur durch polierte Ringe unterbrochenen Gabelcover, den Miniaturtacho von WMD und die feinen Rebuffini-Armaturen. Der Dragbar-Lenker wird von einer speziell gefrästen und eloxierten Gabelbrücke in Position gehalten.
Den ausführlichen Bericht lest ihr in MOTO SPORT SCHWEIZ 04/2007; das Heft kann selbstverständlich auch online abonniert werden. Hier lang…