An der Swiss-Moto in Zürich wurde die erste «Indoor-Streetbike-Freestyle-Weltmeisterschaft» ausgetragen. Die Stunt-Piloten waren bisher keinem Dachverband unterstellt, also konnte jeder eine WM ausschreiben. So gab es in der Szene bisher schon verschiedenste «wilde» Rennen, die Europa- oder Weltmeisterschaften genannt wurden.
Jetzt hat man sich den Freestylern von offizieller Seite angenommen: Der SAM schrieb unter dem Dachverband der IMBA eine WM aus. So versammelten sich die besten Stuntfahrer aus neun Länder, um sich im Messezentrum Zürich zu messen.
Eigens für diesen Event wurde im dritten Stock aus 70 Tonnen Teer eine 54 m lange Piste mit griffigem Belag präpariert und so für den Titelkampf beste Voraussetzungen geschaffen.
Die weltbesten Akrobaten Absolut hochkarätig war das 16-köpfige Fahrerfeld, das für den Titelkampf angereist war. Zu den Favoriten zählten klar der Brasilianer AC Farias, der als Urvater des Freestyle-Sports gilt, aber auch der deutsche Akrobat Christian Pfeiffer oder der verrückte Ungar Balázs Herczeg.
Sämtliche Piloten fuhren verteilt auf die vier Messe-Tage insgesamt sechs Trainings und vier Wertungsläufe (ein Streichresultat). Innerhalb von jeweils vier Minuten präsentierten die Motorrad-Akrobaten ihre verrückten Küren. Diese beinhalteten wilde Tricks wie Stoppies mit 240°-Drehung, Wheelie-Kreise in rasantem Tempo auf engstem Raum, freihändige Figuren verschiedenster Art oder aller Physik zum Trotz sogar freihändige Wheelie-Kreise auf dem Tank sitzend. Die Darbietungen wurden von einer internationalen Jury, bestehend aus fünf Punkterichtern, nach Kriterien wie Schwierigkeit, Unterhaltungswert, Stil und Sicherheit bewertet.
Den ausführlichen Bericht lest ihr in MOTO SPORT SCHWEIZ 05/2007; das Heft kann selbstverständlich auch online abonniert werden. Hier lang…
Unten das MSS-Youtube-Video von Freestyler Roca an der Swiss-Moto 2007: