Darauf haben die Race-Fans in aller Welt gewartet: auf ein neues Superbike mit brachialem V4-Motor. Hier gibt es erste Fotos zur Racing-Version und zur ab dem Frühjahr käuflichen Factory-Version. Die Preise für die Factory stehen noch nicht fest.
Aprilia RSV4 (hier die Racing-Version)- 2009 wird dieses V4-Bike ganz gehörig für Aufregung in der Superbike-Klasse schaffen. Die käufliche Factory-Version gibt es ab Frühling 2009 beim Schweizer Aprilia-Händler.
Seit Monaten ist die neue Aprilia RSV4 in aller Munde in den Superbike-Kreisen. Scharfes Design, V4-Motor, leicht...
Ausserdem ist da natürlich die Reputation aus dem Rennsport: Aprilia hat in den letzten 16 Jahren 31 Championship-Titel eingefahren, 250 Mal standen Aprilia-Fahrer zuoberst auf einem GP-Treppchen, 8 Mal gabs Gold im Superbike-Sport.
2009 kehrt Aprilia nun in den Superbike-Sport zurück, dieses Mal mit einem brandneuen Sportgerät im Gepäck - der RSV4. Klar wurde diese ausserordentliche Maschine nicht von irgendeiner Aprilia-Abteilung entwickelt, sondern von Aprilia Racing. Diese Abteilung ist übrigens auch für Tom Lüthis-GP-Maschine zuständig.
250 Factorys müssen produziert sein
Aprilia hat derweilen zwei Fototypen veröffentlicht: die der käuflichen Factory-Version (Rot-Schwarz) und der vermutlich vorerst unverkäuflichen Racing- oder Superbike-Version (ganz Schwarz). Bis Ende Januar 2009 muss Aprilia aber 250 Factorys produziert und bis Ende Juni 2009 muss Aprilia 1000 Factorys verkauft haben - so will es anscheinend das Superbike-Regelment.
Hier die Studiofotos des Superbike-RSV4:
Details Racing-Version (Superbike-Version)
Die Eckdaten zu der RSV4, der Racingversion für den Superbike-Sport: 999 ccm Hubraum, äusserst kurzer und vergleichsweise schmal bauender 65 Grad-V4-Motor, Ride-by-wire-Technologie, Anti-Hopping-Kupplung, kompaktes Chassis, kurzer Radstand, lange Schwinge. Noch nicht ganz klar ist das Ausmass der Ride-by-wire-Technologie und des Traktionssystems. Dass es verschiedene Mappings geben wird für die Racing-Version ist klar, Aprilia verweist auch darauf, dass jede Drosselklappe einzeln mit der Elektronik angesteuert werden kann. Etwas unklarer ist die Sache mit der Traktionskontrolle. Wer sich die Fotos genau anschaut, erkennt, dass am Vorderrad eine Art Sensor befestigt ist, der irgendwie die Raddrehzahl misst.
Wie das genau funktioniert, ist uns auch nicht klar - denn eine Art Drehkranz, um die Raddrehzahl genau messen zu können - wie sie fast jedes ABS-Bike standartmässig mit an Bord hat - gibt es bei der Racing-RSV4 nicht.
Und trotzdem - die Sensoren sind da und messen vermutlich die Raddrezahlen (und die Unterschiede zwischen Vorder- und Hinterraddrehzahl). Wäre die RSV4 ein Auto, könnte sie, mit diesen Infos ausgestattet, nun anfangen, das Motorrad mit Hilfe der Bremsen gezielt abzubremsen. Aber bei einem Motorrad ist das nicht ganz so einfach....vermutlich wird bei einem Missverhältnis zwischen Vorder- und Hinterrad daher nur das Gas automatisch zurückgenommen. Doch genaueres können wir euch erst zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen...
Des weiteren gibt es: Brembo-Monoblockbremsen, Geschmiedete Alu-Felgen, Gabel und Federbein von Öhlins etc. etc.
Racing-Version auf Rennstrecke:
Factory-Version (käuflich)
Aprilia hat nur zwei Arten von Fotos freigegeben: die der Racing-Version und die der Factory-Version. Daher fehlen noch die Fotos der Normal-Version (günstigste Variante der zukünftigen RSV4). Vermutlich wird sie zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt. Hier nun das Foto der Aprilia RSV4 Factory:
Es fallen auf den ersten Blick mehrere Unterschiede auf: Natürlich zuerst die Sachen, die es für eine Homolgation auf Schweizer Strassen braucht: Nummernschildhalter, Spiegel, Scheinwerfer.
Des weiteren bestehen der Tank, Verschalung etc der Racing-Version vermutlich zum grossen Teil aus teurem Karbon - die Factory greift hier aber kostengünstig auf Blech respektive Plastik zurück. Hobbyracer können sich ihre RSV ja später immer noch aufrüsten. Des weiteren: der Serienauspuff ist ein grosses, voluminöses und relativ eckiges Rohr, die Racing-Version vertraut auf einen schönen Akrapovic-Endschalldämpfer (er tönt auch gut - wie das Video weiter unten beweist).
Des weiteren fällt auf, dass die Verkleidung der Racinger-Version deutlich kleiner ausfällt als bei der Strassen-Factoryversion. Und zuletzt braucht man sich bei der Factory um eine Traktionskontrolle keine Sorgen zu machen - auf den Fotos ist erkennbar, dass es bei der Factory keinerlei Sensor für die Raddrehzahl gibt. Bei der käuflichen Factory gibt es also keine Traktionskontrolle.