Aufsteigen, absteigen, Seitenständer rein und raus....für erfahrene Töff-Fahrer ein Klacks, für Anfänger edoch Schwerstarbeit... Aktuelle Artikel aus "Ratgeber"
Fast alle grossen Motorrad-Importeure in der Schweiz führen mittlerweile Einsteiger-Events durch. Dabei geht es darum, den Motorradneulingen die Angst vor den ersten Schritten in einem zukünftigen "Töff-Leben" zu nehmen. Wie stellt man ein Motorrad sicher ab? Wie schiebt man es rückwärts? Wo ist der Blick? Wie kuppelt man ein? All diese Fragen stellt sich ein kompletter Motorradanfänger. Hier der Erlebnisbericht von so einem Anfängerkurs: Motorrad Schnupperkurs Kawasaki "Motorrad Schnupperkurs" nennt sich der Anfänger-Anlass bei Kawasaki Schweiz (Link dazu). Am vergangenen Samstagnachmittag fanden sich rund 12 "Töff-Greenhors" am Kawasaki-Hauptsitz in Härkingen ein. Alle der Anfänger/Anfängerinnen hatten bisher noch nie in ihrem Leben ein Motorrad gelenkt. Einige waren zwar als Sozia bei ihrem Freund/Mann auf der Rückbank mit dabei - aber selbst gelenkt hatte noch nie eine der Anfängerinnen. Geleitet wurde der Anlass vom erfahrenen Motorrad-Instruktor Peter Rose vom Fahrhof Wohlen AG. Im zur Seite standen Instruktoren, die gerade dabei waren, ihr Fahrlehrer-Patent für Motorräder zu machen. Zuerst lernt man sich bie Kaffee und Gipel etwas kennen. Die Fahrlehrer stellen sich vor: 
Dann geht es zur Anprobe. Einige der Motorrad-Anfänger sind sich ganz sicher, dass ihnen das Fahren gefallen wird - und kamen deshalb schon komplett in gutes Leder gekleidet. Andere hatten ausser langen Hosen keinerlei Sicherheitskleidung mit dabei. Sie bekamen Helm, Jacke, Schuhe und Handschuhe: 
Helmanprobe. Wichtig: der Kinnriemen muss satt sitzen. Natürlich nicht zu eng, sonst scheuert es...aber zu locker ist bei einem Unfall auch nicht zu empfehlen: 
Dann gehts nach draussen auf den Parkplatz. Eine KLX 250 stand da, eine Ninja 250 und gleich drei ER-6n, alle mit ABS. Instruktor Peter: "Bildet nun Pärchen. Und wählt nun zu zweit ein Motorrad aus." Dieser Vorgang ging erstaunlich schnell. Innerhalb von einer Minute hatte jeder Anfänger sein Wunsch-Motorrrad gefunden. Hier übrigens die Liste der ersten 6-Gruppe mit ihrem Wunschmotorrad: | Fahrer | Im Kurs gefahren mit: | Wunschmotorrad: | | Dincer | KLX 250 | Was sehr Schnelles und Sportliches. Am liebsten ein SuperbikeKann von Kawasaki, Suzuki, Honda oder Yamaha sein. | | Svenja | ER-6n | Kawasaki Z 750 | | Pia | Ninja 250 | Kawasaki ER-6n | | Nicole | ER-6n | Super-Sportler. Entweder eine Kawasaki ZX-6R oder eine Suzuki GSX-R 600. | | Michelle | ER-6n | Kawasaki ER-6n | | Yvonne | ER-6n | Kawasaki ER-6n |

Erste Schritte. Instuktor Peter erklärt Grundsätzliches zum Motorrad: 
Video: Benützen der Vorderradbremse verboten! Eine der ersten Übungen: das Motorrad wird vom Seitenständer genommen und fahrbereit gemacht. Hinten steht der Kamerad "Wache", damit es in dieser frühen Phase keinen Umkipper gibt: 
Es zeigt sich: die Männer haben mehr Respekt vor Power/Bremsen, die Frauen eher vor dem Gewicht des Motorrads. 
Die Gleichgewichtsübung. Das Motorrad sollte schön stehenbleiben, während der Fahrer es bloss am Lenkkopf hält und um die Front herumgeht. Weil das nicht immer klappt, steht der Kamerad bereit, um das eventuell fallende Motorrad aufzuhalten. Die Anfänger sehen so, dass das Motorrad zwar 200 Kilogramm wiegt - aber mit zwei Fingern in der Senkrechten gehalten werden kann. Es kommt halt eben darauf an, wo man den Töff hält.... 
Gleichgewicht 1:
Gleichgewicht 2:
Erste Meter auf dem Motorrad. Noch ohne den Motor zu starten. Der Kamerad schiebt am Heck, der Fahrer betätigt die Kupplung - das Motorrad rollt. Danach tritt er auf die hintere Bremse. Anhalten. Und wieder anrollen.... 
Schieben:
Für einen Anfänger nicht zu unterschätzen. Das Retourrollen des Motorrads. Eine Hand am Lenker, die andere am Rücksitz. Die kleine Ninja hat in dieser Hinsicht gottlob einen tiefen Schwerpunkt: 
Jep, so klappts: Körper nahe ans Motorrad, Schultern in Fahrt- oder eben Schiebrichtung, Blick nach hinten, eine Hand am Lenker, die andere auf dem Sattel... 
Das Abenteuer beginnt. Zum esten Mal werden die Motoren gestartet:
Mit gestartetem Motor wird nun auf den ersten zwanzig Metern mit der Kupplung "gespielt": 
Erstes Vorwärtsrollen:
Dann geht es hinein in den Fahrparcours. Noch haben die Anfänger ihre Beine unsicher auf beiden Seiten herabgehängt. Man traut dem Motorrad noch nicht so richtig... 
Im Parcours:
Kommt, Kommt...: 
Et Voilà - klappt doch. Nach und nach legt ein jeder die Füsse auf die Fussrasten und tuckert im Schritttempo um den Parcours: 
Noch darf nur der erste Gang gebraucht werden. Peter kommt nohc mühelos nach: 
Dincer gefällt es auf der KLX 250 ausnehmend gut....er brennt darauf, auch einmal die anderen Gänge auszuprobieren. 
Jetzt geht es ans Schalten. Ist halt irgendwie ganz anders als im Auto: 

So ists richtig: Locker und nicht verkrampfe Sitz und Lenkposition. Blick weit nach vorne. 
Learning by doing: einmal um den Parcours gefahren, danach gibts wieder Theorie: 

So muss es sein: dem begleitenden Instruktor wirds am Ende der Übungsstunde langsam warm: 
Für die Anfänger nicht einfach: Schalten vom ersten in den zweiten Gang:
Letzte Übung: Bremsen vor einem Hindernis (in diesem Fall die Pilonen). Nur mit der Hinterrradbremse. Gleichzeitig einkuppeln und abstehen (wenn möglich mit linkem Fuss).:
Und hier noch das Gruppenfoto. Alle kamen gut durch den Parcours. Keiner stürzte. Alle wollen mit Motorradfahren weitermachen: 
|