Die Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen, SFZ gibt in einem Comminiqué Tipps & Tricks für alle, die weiter mit ihrem Motorrad zu verreisen gedenken.
Medienmitteilung der Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen SFZ:
Tausende Motorradfahrer schnallen zur Ferienzeit Bündel und Helm und starten zum kleinen oder grossen Ferientrip. Die Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen hat die wichtigsten Vorbereitungs- und Fahrtipps zusammengestellt, damit die Traumreise des Bikers nicht zum Alptraum wird.
Lange Distanzen können ermüden
Im Durchschnitt fährt der Schweizer Motorradfahrer pro Jahr 5000 km, davon wer-den von Töff-Reisefans 2000 bis 2500 Kilometer im Rahmen der grossen Ferien-reise zurückgelegt. Lange Distanzen, verändertes Motorrad-Handling infolge Urlaubsgepäck, warme bis heisse Temperaturen, ungewohntes Verkehrsumfeld sowie fremde Verkehrssitten bergen dabei Risiken, die nicht zu unterschätzen sind. Konzentrationsmängel infolge Müdigkeit, Überforderung und zu wenig Fahrpraxis können diese Risiken potenzieren und zu gefährlichen Situationen mit Unfallfolgen führen.
Die wichtigsten Vorbereitungs- und Fahrtipps:
Sich nicht überfordern, nicht zu lange Etappen wählen, genügend Pausen einplanen.
Unterwegs wartet viel Spannendes und Schönes zum Besichtigen, sich vor der Fahrt informieren lohnt sich
Sinnvolle Dokumente/Versicherungen nebst Pass/ID: ETI-Schutzbrief, Moto-Assistance TCS, Länder-Händlerverzeichnis der Töffmarke die man fährt
Empfehlenswert: gründlicher Motorrad-Check vor der Reise
Fotoapparat, iPod etc. beim Transport keinen Vibrationen aussetzen
Bei Reisen mit mehreren Teilnehmern: Etappenziele und Erwartungen exakt absprechen, bei organisierten Gruppenreisen eigene Wünsche und Bedürfnis-se vorgängig abklären, Unterlagen genau studieren, Preise und Leistungen vergleichen
Bei längeren Reisen und in der Hochsaison empfiehlt sich eine Vorreservation der Übernachtungsgelegenheit. Sonst muss eventuell viel Zeit für die Suche aufgewendet werden.
Fahrtipps
Bei Gruppenfahrten genügend Abstand zum Vordermann halten
Gepäck auf absolutes Minimum reduzieren, jedes Kilo Mehrgewicht verändert die Fahreigenschaften negativ. Schweres Gepäck möglichst tief anbringen, obenauf die leichteren Utensilien
An heissen Tagen wegen Hitzestau-Gefahr unter dem Helm nicht während der Mittags- und Frühnachmittagszeit fahren
Vor der Fahrt und bei Pausen genügend Flüssigkeit zu sich nehmen
Dämmerungs- und Nachtfahrten erfordern erhöhte Konzentration; nach langen Tagesetappen nicht empfehlenswert!
Bei langen Touren periodisch Reifendruck und Ölstand prüfen, lieber einmal zuviel als zuwenig tanken – im Ausland ist das Tankstellennetz oft nicht so engmaschig wie in der Schweiz.