Die bfu kündigt auf 2010 ein Schwerpunktprogramm Motorrad mit mehreren Ansatzpunkten an. Es sieht so aus, als gehe die Ära der ausschliesslichen Fokussierung auf Geschwindigkeitskontrollen zu Ende. Text: Rolf Lüthi Bilder: Archiv MSS
Erwartungsgemäss nicht lückenlos amüsiert reagierte die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu auf unsere Berichterstattung zur bfu-Studie «Motorradverkehr» (siehe Kasten unten). Und wir geben zu: Die bfu reklamiert zu Recht, sie hätte für diese Studie nicht nur Polizeirapporte gesichtet. Das Literaturverzeichnis umfasst 150 Dokumente, Studien und Publikationen, welche die bfu zusammengetragen hat – um daraus die eigene Studie zu erstellen. Was die bfu aber nicht tat: Es fand, anders als bei der europäischen Maids-Studie, keine systematische Analyse von Unfällen auf deren Schauplätzen statt.
Fürderhin aus dem Busch geklopft durch die Aussage von Theo Klossner, Präsident der IG Motorrad, der den Autoren der Studie relevante Motorraderfahrung absprach, erfahren wir nun doch noch: Mario Cavegn fährt seit 15 Jahren Motorrad, zuerst 125er, seit fünf Jahren eine 750er. «Ich fahre 3000 bis 4000 km im Jahr und nutze den Töff als Freizeitgefährt. Längere Touren ins Ausland unternahm ich bislang nicht», sagt Cavegn und verrät, dass die bfu ab 2010 ein Schwerpunktprogramm Motorrad plant, das die Erkenntnisse der Studie über einen Zeitraum von fünf Jahren in praktische Massnahmen umsetzen soll. Cavegn soll dieses Programm leiten.
Den ausführlichen Bericht lest ihr in MOTO SPORT SCHWEIZ 11/2009; das Heft kann selbstverständlich auch online abonniert werden. Hier lang…