Nun, diese Schlagzeile taugt natürlich nichts – es gibt 1.3 Milliarden Chinesen und Millionen von Motorrädern in China. Ergo wird wohl auch in der Volksrepublik des öfteren ein Zweirad geklaut. Doch diese Meldung, verbreitet via diverse Nachrichtenwebsites, ist anders: zum Stehlen benötigte der Diebe nämlich über fünf Jahre.
Und so scheint es sich zugetragen zu haben: Zhang, ein Fliessbandarbeiter in einer Motorradfabrik in Chongqing, wollte unbedingt ein eigenes Motorrad. Aber ihm fehlte das nötige Kleingeld dazu. Also startete er bereits im Jahr 2003 mit seiner Klautour. Stück für Stück schmuggelte er kleinste Teile des Motorrads aus der Fabrik – und baute die Teile zu Hause wieder zusammen.
Nach über fünf Jahren war das Motorrad komplett, und er fing an, damit herumzufahren. Doch schon nach einem Jahr war wieder Schluss, eine Polizeikontrolle forderte Fahrzeugpapiere und Führerschein – und beides konnte er nicht vorweisen. Eine saftige Geldstrafe, eine Bewährung und die Rückgabe seines geschmuggelten Eigenbau-Motorrads war die Bestrafung.