Valentino Rossi hat bei seinem Sturz in Indianapolis (USA) den Humor nicht verloren, machte sich selbst zum Esel und siegte als solcher promt in Misano.
Text: Tobias Kloetzli - Bild: Reinhold Trescher
Nachdem sich Valentino Rossi mit seinem Sturz in den USA zum Esel gemacht hatte, zeigte er in Misano wieder wer der Meister ist.
Durch seinem Sturz in Indianapolis machte sich Weltmeister Valentino Rossi (Yamaha) selbst zum Esel. Auf seiner Heimstrecke trat er deshalb mit einem im Esels-Design lackierten Helm an. Doch der «Esel» hatte mit der Pole Position vor Dani Pedrosa (Honda) und Jorge Lorenzo (Yamaha) in Misano die richtige Antwort bereit. Beim Start zum Rennen setzte sich Leichtgewicht Pedrosa vor Toni Elias (Honda) und Rossi durch. Alex de Angelis (Honda) stürzte in der ersten Kurve, riss Colin Edwards (Yamaha) mit ins Verderben und touchierte auch das Hinerrad von Lorenzos Maschine. Der Spanier blieb aber im Sattel, folgte dem Führungstrio und verwies Rossi in der nächsten Runden auf den vierten Platz. Doch dann kam der Italiener erst richtig in Fahrt, zog an seinem Teamkollegen und Elias, welcher kurzfristig sogar geführt hatte, vorbei und bezwang in Runde 8 auch Leader Pedrosa. Lorenzo benötigte fünf Runden bis auch er an Pedrosa vorbei auf Platz 2 vorfahren konnte. Der Spanier versuchte zum Leader aufzuschliessen, doch Rossi reagierte umgehend, unterbot den Rundenrekord und fuhr einen überlegenen Sieg ein. Lorenzo, der Pedrosa zehn Sekunden abknöpfte kam, 2,4 Senkunden nach Rossi ins Ziel und liegt im WM-Zwischenklassement bei vier ausstehenden GP wieder 30 Punkte hinter dem WM-Leader. Andrea Dovizioso (Honda) setzte sich im Kampf um Platz 4 gegen Loris Capirossi (Suzuki) und Elias durch.