Auf Achse

KnastBros Travel - Abenteuer Weltreise

3. Woche: Donaudelta – Griechenland

23.05.2016 06:40 (bb/bb)

Nach der Nacht im Wald fahren Kevin und Berni weiter zum Donaudelta. Auf einem kleinen Camping in Murighiol werden sie wieder einmal mit selbstgebrannten Schnaps empfangen. Den spüren sie auch noch am nächsten Tag...


M22 Richtung Konstanza (Für mehr Bilder klicken)

"Das Donaudelta ist bekannt für seine grosse Zahl an verschiedenen Vögeln. Wir sind aber mehr am Motorradfahren interessiert und fahren nach einer Nacht gleich weiter bis nach Constanta.

 

Diese grosse Hafenstadt bietet einige Sehenswürdigkeiten. Wir gönnen uns ein wenig Luxus und übernachten für einmal in einem kleinen Bungalow, direkt am Schwarzen Meer. Wir sind wieder einmal die einzigen Gäste. Eigentlich ist nur eine Nacht in Constanta geplant, aber weil es immer noch wie aus Kübeln giesst, bleiben wir zwei Nächte. Wir besichtigen ein Aquarium und verbringen viel Zeit in der Mall.

 

Mit den ersten Sonnenstrahlen fahren wir weiter nach Bulgarien. Zwei Kilometer von Varna entfernt finden wir ein nettes Hotel. Wir warten ja immer noch auf das Visum für Turkmenistan. Aber unsere Pässe sind auch nach vier Tagen immer noch nicht da. Wieso noch länger hier warten? Lieber nach Griechenland fahren!

 

Von Varna bis nach Alexandroupoli sind es 540 km. Zuerst sind zwei Tage geplant für diese Strecke, aber die Strassen und das Wetter sind so super, dass wir alles in einem Rutsch abspulen. Bei einem Tank-Stopp in der Nähe von Burgas kommen wir ins Gespräch mit einem deutschen BMW GS 1200-Fahrer. Er begutachtet unsere kleinen KTM sehr kritisch, denn im Vergleich zu seiner GS 1200 mit den grossen Alu-Boxen und ausgerüstet mit dem halben Touratech-Katalog, sehen unsere KTM schon ein wenig klein aus. Er fragt: „Mit diesen Schüttelbechern wollt Ihr wirklich bis Australien kommen?“ Klar doch, wieso nicht? So fangen wir an, über Gepäck, Soft-Taschen und Alu-Boxen zu fachsimpeln.

 

Das Wichtigste für uns war immer, so leicht wie möglich unterwegs zu sein. Aus diesem Grunde haben wir auch nur Soft-Taschen und keine Alu-Boxen. Es zählt schliesslich nicht das Gewicht der Alu-Boxen, sondern auch das Gestell für die Befestigung. Nur mit Soft-Taschen ausgerüstet wird das Motorrad kompakter und bleibt schmal. Und bei groben Offroad-Fahrten können die Soft-Taschen dank Gummizügen arbeiten und sind nicht fix. Und überhaupt: was bringt ein grosses Motorrad mit grossen Boxen, wenn man es nicht alleine wieder aufstellen kann? Unsere KTM 690 Enduro R sind mit Rally-Kit und Zusatztanks ausgerüstet. Damit haben wir eine Reichweite von nahezu 800 km. 32 l Benzin können je Töff gebunkert werden. So kommen pro Töff vollgetankt und vollbepackt gerade mal 215 kg zusammen."

 

Über Berni und Kevin

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