Auf Achse

KnastBros Travel - Weltreise

8. Woche: Georgien

28.06.2016 10:01 (bb/bb)

Der Plan: Von Georgien nach Aserbeidschan zu fahren und dort die Fähre übers Kaspische Meer nach Kasachstan zu nehmen. Doch es kam anders...

Das Beantragen eines Visums für Aserbeidschan hätte etwa fünf Tage gedauert, und niemand wusste, wann die Fähre von Baku ablegen würde. Es hiess nur: "Wenn sie voll ist, legt sie ab." Das hätte für uns schlimmstenfalls bedeuten können, dass wir zehn Tage in Baku warten müssten. Deshalb beschlossen wir, über Russland zu fahren.

 

Der Weg über Russland dauert weniger lang. Aber auch da heisst es Warten, nämlich auf ein Visum! Vor acht Jahren waren beide Länder noch im Krieg miteinander, deshalb gibt es auch heute noch keine offizielle russische Botschaft in Georgien. Die Schweiz war in den Friedensgesprächen zwischen Russland und Georgien stark beteiligt und übernimmt noch heute Botschaftsarbeit für Russland, daher der Name der Botschaft "Embassy of Switzerland, Russian Federation Interests Section".

 

Um das Visum beantragen zu können, brauchen wir noch eine Hotelreservation in Russland. Zum Glück finden wir ein Reisebüro, das uns eine gefakte Reservierung ausgestellt. Jetzt haben wir alle Papiere beisammen und es heisst nur noch fünf Tage warten, bis wir das Transit-Visum in den Händen haben. Da hat uns der Schweizer Pass leider keinen Vorteil verschaffen können. Aber so haben wir jede Menge Zeit, um uns zu erholen und Tiflis ein wenig besser kennen zu lernen.

 

Tiflis (Bilder) ist die Hauptstadt Georgiens und hat 1,3 Millionen Einwohner. Jetzt kommen wir auch hinter das Geheimnis, warum der Verkehr in Georgien so verrückt ist: In Georgien macht jeder mit 18 Jahren den Führerschein in der SCHULE! Die Autoprüfung besteht aus einen theoretischen und aus einem praktischen Teil wie bei uns. Aber die praktische Prüfung findet auf einem abgesperrten Parkplatz statt, wo jeder eine Runde drehen muss, und schon kann er den Ausweis in Empfang nehmen! Einmal mehr: Andere Länder, andere Sitten. Was wohl noch alles kommen mag? Ab jetzt wird es wirklich interessant.

 

Über Berni und Kevin

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