Auf Achse

KnastBros Travel - Weltreise

16. Woche: Turkmenistan

08.09.2016 07:56 (bb/bb)

Nachdem Kevin und Berni einige weitere Nächte beim Couchsurfer in Usbekistan verbracht haben, bekommen sie endlich ihr Visum für Turkmenistan. Nun können sie ihre Reise fortsetzen.


Silvia und Thomas aus der Schweiz sind ebenfalls auf dem Weg nach Australien. Unsere Wege kreuzten sich in der turkmenischen Wüste. (Für mehr Bilder klicken)

Turkmenistan hat sehr eigene Visumsbestimmungen. Es ist nicht möglich, ein Visum für mehr als fünf Tage zu erhalten, ohne eine Einladung des Turkmenischen Staates zu haben. Und auch ein Transit-Visum zu erhalten ist nicht einfach. Wir haben das Transit-Visum in der Schweiz beantragt und müssen etwa drei Wochen warten, bevor wir es erhalten. Viele der Reisenden, die wir unterwegs getroffen haben, erhielten kein Visum. Wir denken, dass in solchen Fällen der Schweizer Pass schon hilft.

 

Wir starten früh am Morgen zur Grenze, denn die Zollabfertigung wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Ausreise aus Usbekistan geht schnell, denn wir sind die einzigen Leute am Zoll. Aber das Schwierige folgt noch: die Einreise nach Turkmenistan. Als wir den Zoll erreichen, müssen wir zuerst mal eine Stunde warten, denn die Zollbeamten sind in der Pause. Dann beginnt der grosse Papierkrieg. Wir werden von Schalter zu Schalter geschickt, bei jedem Posten bekommen wir mehr Papier. Wir müssen dem Zöllner genau sagen, von wo nach wo wir fahren und in welchem Hotel wir übernachten. Danach wird unser Gepäck kontrolliert, die Zöllner untersuchen jede Tasche. Nach etwa fünf Stunden haben wir es geschafft und müssen noch 75 USD pro Motorrad bezahlen.

 

Die ersten 300 km in Turkmenistan sind nur Wüste, und es gibt nichts zu sehen. Nach weiteren 300 km folgt die erste grössere Stadt namens Mary. Wir sind in den ersten Minuten fast schockiert, so schön ist die Stadt, alles in perfektem Zustand. Nirgends ist Abfall zu entdecken, und alle Gebäude sind schneeweiss gestrichen. Die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit in Turkmenistan. So helfen uns einige Einheimische, ein Hotel zu finden. Das Internet in Turkmenistan ist total blockiert, nicht einmal der Zugriff auf Google ist möglich. Alle Restaurants haben nur bis 22 Uhr offen, ab 23 Uhr muss man zu Hause sein und darf sich nicht mehr auf der Strasse aufhalten. Auch das Rauchen ist verboten auf der Strasse. Und als Tourist ist es nicht möglich, Zigaretten zu kaufen. Das Fotografieren von Moscheen und Staatsgebäuden ist für Touristen ebenfalls erboten.

 

Nach einer Nacht in Mary fahren wir weiter nach Aschgabat. Aschgabat ist die Hauptstadt von Turkmenistan. Die Strassen sind in einem sehr guten Zustand und auch das Benzin kostet fast nichts. So bekommt man einen Liter 95er für 30 Rappen! Aschgabat ist wie Mary eine superschöne Stadt, alle Gebäude sind weiss und überall sind Fotos und Statuen des Präsidenten zu sehen. So verbringen wir noch eine Nacht in Aschgabat. Am nächsten Tag müssen wir das Land schon wieder verlassen.

 

Über Berni und Kevin

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