Menschen und Politik

Harter Franken – hartes Business

In der Schweiz zum Händler? Jetzt erst recht!

18.03.2015 00:00 (hp/br)

Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses haben die Importeure und Händler reagiert, um das Geschäft nicht an den ausländischen Detailhandel zu verlieren. Nun sind Motorräder in der Schweiz so günstig wie nie. Darum ist jetzt der allerbeste Moment für einen neuen Töff.


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Hätte man ...

... die Ereignisse nicht vorhersehen müssen? Pouchon hat sich, wie viele andere, auch darüber Gedanken gemacht: «Ja und Nein. Nach 2011 (als die Nationalbank den fallenden Eurokurs bei CHF 1.20 stabilisierte, Red.) haben wir unser Lager auf diese Veränderung angepasst und waren deshalb nicht ganz unvorbereitet. Um weniger Verlust hinnehmen zu müssen, hätten wir unser Lager allerdings reduzieren müssen. Das wiederum würde unserer Wettbewerbsfähigkeit schaden und wäre daher keine Option. Fazit: Es wäre sehr schwierig gewesen, sich darauf vorzubereiten. » Eines ist aber klar: Die Branche hat im Vergleich zu 2011 diesmal rasch reagiert – und damit wohl viel gerettet. «Ich vertrete die Marken Moto Guzzi und Aprilia, und deren Importeure haben zwei Tage nach der Freigabe des Euro die Preise um 10 bis 15 % gesenkt. Da haben wir alle dazugelernt», sagt Peter «Jessy » Cesini von Jessys Customshop in Basadingen TG. Auch Pouchon war bewusst, dass viel auf dem Spiel stand: «Wir haben umgehend mit einer flächendeckenden Preisreduktion von 13 % reagiert. Dies noch bevor wir die Zusage unserer Lieferanten erhielten.»

 

Teil 1
In der Schweiz zum Händler? Jetzt erst recht!
Teil 2
Für die einen schlimm, für die anderen schlimmer

Teil 3
Hätte man ...
Teil 4
Zweiradbranche stellt sich der Herausforderung
Teil 5
Auch der Kunde ist betroffen
Teil 6
Optimistisch in die Zukunft
Teil 7
Privatmarkt teilweise unschlüssig

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