Menschen und Politik

Harter Franken – hartes Business

In der Schweiz zum Händler? Jetzt erst recht!

18.03.2015 00:00 (hp/br)

Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses haben die Importeure und Händler reagiert, um das Geschäft nicht an den ausländischen Detailhandel zu verlieren. Nun sind Motorräder in der Schweiz so günstig wie nie. Darum ist jetzt der allerbeste Moment für einen neuen Töff.


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Optimistisch in die Zukunft

Roland Müntener sorgt sich um die Branche: «Es ist in jedem, individuellen Fall hart bis sehr hart. Dies gilt für alle Beteiligten. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese zusätzliche Erschwernis, in Kombination mit bei vielen Händlern anstehender Nachfolgeregelung, zur Schliessung von Betrieben führen wird.» Doch jedes Problem ist zugleich auch eine Chance – das hört man zumindest in jedem Change-Management-Kurs. Dazu Pouchon: «Richtig. Die Lager sind entwertet, die Preise reduziert. Unsere Kunden konnten noch nie so günstig einkaufen. Das ist ihre und unsere Chance. Rasch reagieren und nach vorne schauen gehören jetzt zu unserer Pflicht. Wir müssen sehr kreativ sein, um unsere Ertragsstärke wieder zu erlangen und die Umsatzeinbussen zu kompensieren. Also freuen wir uns über jeden Kunden, der uns besuchen kommt!»

Und auch Jessy ist optimistisch: «Ich habe auf 2015 grosszügig neue Motorräder bestellt. Es werden mehr Leute ins Geschäft kommen, weil die Töff so günstig sind wie noch nie. Damit ist zwar auch der Verdienst pro Maschine in absoluten Zahlen geringer, doch wenn wir dank der günstigen Preise mehr Töff verkaufen können, werden wir das kompensieren.» Roland Müntener schliesslich vertraut auf die Urteilskraft der Schweizer Kunden, die Service noch hoch schätzen: «Es geht mir darum, dem heimischen Händler die Chance zu geben, sein Angebot und seine Dienstleistungen zu zeigen und beweisen zu können. Also nicht aufscheuchen lassen vom aktuellen Medien- Euro-Hype und automatisch ins Ausland rennen. Ich bin überzeugt, die meisten Kunden werden positiv überrascht sein, wie kompetent sich unsere Branche dieser wirklich speziellen Herausforderung stellen wird. Und eine kompetente Anlaufstelle in der Nähe zu wissen, hat ebenfalls einen erheblichen Mehrwert.» Woher er dieses Vertrauen hat? «Was mich sehr freut, ist von zahlreichen Kunden zu erfahren, dass sie auf jeden Fall im Inland kaufen möchten und sich bewusst sind, wo sie ihr Geld verdienen.» Wenigstens in einem Punkt ist das Timing perfekt: Das Standpersonal an der Swiss-Moto kann nun topaktuell Auskunft geben über die momentanen Preise und Rabatte.

 

Teil 1
In der Schweiz zum Händler? Jetzt erst recht!
Teil 2
Für die einen schlimm, für die anderen schlimmer

Teil 3
Hätte man ...
Teil 4
Zweiradbranche stellt sich der Herausforderung
Teil 5
Auch der Kunde ist betroffen
Teil 6
Optimistisch in die Zukunft
Teil 7
Privatmarkt teilweise unschlüssig

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