Menschen und Politik

Médecins Sans Frontières im Kongo

Motorräder ohne Grenzen

16.04.2015 00:00 (Pau Miranda/br)

Ein Netzwerk an Motorradfahrern unterstützt Médecins Sans Frontières/ Ärzte ohne Grenzen (MSF) dabei, Menschen in entlegenen Gebieten des Kongo zu erreichen. Ob beim Transport von Kranken oder bei der Unterstützung von Impfkampagnen – die Biker scheuen keine Herausforderung.


Die Motorräder sind ein wichtigerBestandteil der Médecins SansFrontières im Kongo. (Für mehr Bilder klicken)

Nur ein Arzt auf 10 000 Menschen

Diese Biker ermöglichen den Zugang zu medizinischer Hilfe für Zehntausende Menschen – ob im Fall von Patiententransporten oder mit Erkundungsfahrten, bei denen sie die Bedürfnisse der Bevölkerung in entlegenen Gebieten erheben. Der mangelnde Zugang zur Gesundheitsversorgung ist ein massives Problem in der Demokratischen Republik Kongo: Im Land gibt es weniger als ein Krankenhausbett pro 1000 Einwohner und nur etwas mehr als einen Arzt auf 10 000 Menschen. Damit zählt die Republik im weltweiten Vergleich zu den Schlusslichtern.

«Man ist einem grossen Druck ausgesetzt – du musst schnell fahren, aber auch vorsichtig sein, wenn du jemanden bei dir hast, der in einer schwierigen Situation ist», erklärt Akonkwa, ein Motorradfahrer von MSF in Numbi. In diesem Dorf wurden vergangenes Jahr bei einer Granatenexplosion ein Dutzend Menschen vor der MSFZentrale verletzt. Die Biker mussten sofort Verwundete nach Minova evakuieren, von denen einige schwer verletzt waren.

 

Teil 1
Motorräder ohne Grenzen
Teil 2
Nur ein Arzt auf 10 000 Menschen

Teil 3
Geburt auf dem Weg ins Spital
Teil 4
Der Töff ist oft das einzige Transportmittel
Teil 5
Über den Autor
Teil 6
Médecins Sans Frontières MSF

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