Menschen und Politik

Peugeot Triporteur von Seiler Martin Benz

Der fahrende Marktstand

28.06.2015 00:00 (gö/br)

Seine Einmannbude ist 100 Meter lang und drei Meter breit. Zum Hinund Herfahren benutzt der Seiler Martin Benz gelegentlich ein Trotti. Zum Warenmarkt aber fährt er mit seinem Peugeot Triporteur von 1951.


Der Marktfahrer Martin Benzund sein Peugeot Triporteur,Baujahr 1951 (Für mehr Bilder klicken)

Lehrling mit Auflagen

«Mit 28 bin ich in der Seilerei hängen geblieben, es hat eingeschlagen wie ein Blitz. Der Besitzer Albert Kislig, schon weit über dem Pensionierungsalter, arbeitete immer noch in seinem Betrieb, der einzigen Seilerei der Schweiz, wo nach uralter Tradition gearbeitet wurde. Ich habe ein halbes Jahr gebraucht, ihn von meiner fixen Idee, Seiler zu werden, zu überzeugen. Unter der Bedingung, dass ich nach der Lehre die Seilerei übernehme, bildete mich der damals 78-jährige Albert Kislig aus. Nach fünf Jahren Zusammenarbeit ging mein Chef mit 83 in Pension; und ich übernahm 2003 die Seilerei », erzählt Martin Benz von seinem Werdegang zum Seiler. «Der Beruf existiert noch, zurzeit gibt es sechs Lernende. Doch meine Reeperbahn ist einmalig. In keiner anderen Seilerei der Schweiz wird traditionell auf der Bahn mit solch antiken Maschinen gearbeitet, das sind alles mechanische Kunstwerke », schwärmt Martin von seinem zum Teil über 100-jährigen Arbeitswerkzeug.

 

Teil 1
Der fahrende Marktstand
Teil 2
Lehrling mit Auflagen

Teil 3
Ein Geschäftsauto ist ihm zu langweilig
Teil 4
Erste Versuche als Schrauber schlugen fehl
Teil 5
Ungewollt zum Marktstand gekommen
Teil 6
Ohne Mitgliedschaft keine Prospekte
Teil 7
Verboten und von der Kette grad bestraft
Teil 8
Steckbrief MARTIN BENZ

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