Menschen und Politik

Peugeot Triporteur von Seiler Martin Benz

Der fahrende Marktstand

28.06.2015 00:00 (gö/br)

Seine Einmannbude ist 100 Meter lang und drei Meter breit. Zum Hinund Herfahren benutzt der Seiler Martin Benz gelegentlich ein Trotti. Zum Warenmarkt aber fährt er mit seinem Peugeot Triporteur von 1951.


Der Marktfahrer Martin Benzund sein Peugeot Triporteur,Baujahr 1951 (Für mehr Bilder klicken)

Ungewollt zum Marktstand gekommen

Ein harmloser Besuch der Oldtimer Messe 1996 in der Reithalle von Winterthur hatte Folgen: «Meine Frau Sandra und ich wollten uns nach einem Emblem für ihren alten Fiat umschauen. Es hett Bärge vo Teili gha, wie immer a söttige Aaläss», beschreibt Martin seine Eindrücke damals. «Als unverkäuflich angeschrieben präsentierte die Stadtpolizei an ihrem Stand einen Peugeot Triporteur von 1951 als Blickfang. Ich schlich ein wenig um das Fahrzeug herum, da rief jemand: ‹Dir würd en gäh! Was gisch mer defür?›, und flugs kam einer eine Leiter heruntergeklettert. ‹Säg mer en Priis!›, hakte der Besitzer des Peugeot Triporteur nach, und wir wurden einig. Dabei hatte ich keine Ahnung von Oldtimern! », beschreibt Martin seinen Zufallskauf. Während der Besichtigung platzte mit lautem Knall ein Reifen. Auch optisch war der Peugeot Triporteur keine Perle. Sattel, Seilzüge und der Kabelbaum waren kaputt, wie das Herz aussah, wusste Martin nicht. «Aber ich han das Drüürad eifach kuul gfunde und has welle!» Damals wusste er noch nichts von der Seilerei. Und schon gar nicht, dass er mit dem Peugeot Triporteur einmal auf den Markt fahren würde, um seine Erzeugnisse aus der Seilerei zu verkaufen

 

Teil 1
Der fahrende Marktstand
Teil 2
Lehrling mit Auflagen

Teil 3
Ein Geschäftsauto ist ihm zu langweilig
Teil 4
Erste Versuche als Schrauber schlugen fehl
Teil 5
Ungewollt zum Marktstand gekommen
Teil 6
Ohne Mitgliedschaft keine Prospekte
Teil 7
Verboten und von der Kette grad bestraft
Teil 8
Steckbrief MARTIN BENZ

««zurück