Ratgeber

Gallina HB-Suzuki TGA1-500

Stürzen verboten

20.02.2015 00:00 (ff/br)

Dirk Vos de Mooij, Fahrlehrer aus Gansingen AG, hat in Form der Gallina HB-Suzuki TGA1-500 vor gut 20 Jahren eine echte Trouvaille ausgegraben. Nach mehrjähriger Restauration fährt er mit dem Einzelstück bei Classic- Rennen mit.


Als die Tabakindustrie noch Unsummen von Dollars in den Rennsport investierte: Dieoriginalgetreu restaurierte TGA1 in den Farben des Hauptsponsors. (Für mehr Bilder klicken)

Unerwarteter Telefonanruf

Vos de Mooij entdeckte die Suzuki bereits vor 20 Jahren in einer Privatsammlung in Österreich, als er 1991 vom damaligen österreichischen EML-Importeur eine Woche in die Ferien eingeladen wurde. «In seinem schönen Schloss standen viele spezielle Töff und Autos. In einer Ecke stand auch das exklusive Fahrwerk. Ich kannte das Projekt aus der Presse und staunte. Leider fehlten der Maschine der Motor und viele Kleinteile. Ein Jahr später klingelte das Telefon bei mir und das TGA1 Fahrwerk wurde mir zum Kauf angeboten. Da musste ich einfach zuschlagen, doch das Problem der Teilebeschaffung lag jetzt bei mir. Wie komme ich an einen Werksmotor, der normalerweise gar nicht käuflich ist? Nach einem Jahr telefonieren und Briefe schreiben, es gab ja noch kein Internet, fand ich einen Werksmotor Suzuki Square Four XR45. Die Werksteams hatten nämlich 1983 Ersatzteile zurückgehalten. Daraus konnten später glücklicherweise ein paar Motoren aufgebaut werden. Ich baute den Motor in das Fahrwerk ein und stellte das wunderschöne Motorrad in mein Wohnzimmer.» Dort stand es mehr als 17 Jahre, bis Vos de Mooij 2010 seine heutige Frau Sabine kennenlernte.

«Als sie das Rennbike sah, fragte sie mich, ob ich damit Rennen fahre. Ich verneinte. Wieso nicht? Das ist doch schade! Seitdem ist sie die treibende Kraft des Rennprojekts.» Für die Revision des heiklen Werksmotors holte sich Vos de Mooij fachmännische Hilfe bei Matthias Farwick aus Borken (D), Spezialist für die Restauration von historischen Motorrädern. «Zusammen haben wir die TGA1 während drei Jahren revidiert und rekonstruiert. Im September 2012 konnte ich dann das fertige Motorrad zum ersten Mal in Hockenheim Probefahren. Ich bekam von Fachleuten Komplimente für meinen schnellen Fahrstil und für den schönen Töff. Seitdem werde ich oft von Veranstaltern eingeladen und fahre die GP500-Paraden unter meinem Classic Racing Team Switzerland, mit Schweizer Fahne auf meinem Lederkombi.»

 

Teil 1
Stürzen verboten
Teil 2
Spuren in die Schweiz

Teil 3
Unerwarteter Telefonanruf
Teil 4
Gratwanderung zwischen Speed und Katastrophe
Teil 5
Technische Daten GALLINA HB-SUZUKI TGA1-500

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