Ratgeber

Das Motorfahrrad_Mofa_Töffli

Freiheitsmaschine

28.03.2015 00:00 (Kohler/br)

Längst werden sie nicht mehr belächelt, sondern sind anerkannt als das, was sie einst waren: als Maschinen, die ihre Fahrer in die Freiheit beförderten.


Gang rausschnippen und im Leerlaufzu Tale rauschen – was für ein Gefühlvon Freiheit und Abenteuer! (Für mehr Bilder klicken)

Grüne Dumpfbacken als Mofa-Ausrotter

Die ersten Schläge, welche die Schweizer Staatsmacht gegen unser geliebtes Vehikel führte, waren die Katalysatorpflicht (1988) und dann die Helmpflicht (1990). Die Zeit arbeitete gegen das Mofa, denn seine blaue Zweitakt-Rauchfahne war zu provokativ im Zeitalter der aufkeimenden Umweltbewegung. Im grün gefärbten Lehrerzimmer wurde dann autoritär entschieden: Mit dem Velo durfte man zur Schule fahren, mit dem «Hödi» nicht mehr.

Heute, im Revival der Nierentisch- und Keilhosenmode, ist das alte Mofa Sammelgut und Kultobjekt geworden. Eine kleine, sich ständig vergrössernde Szene sammelt, restauriert und betreibt die kleinen Motorräder. Jeder Oldtimerverband in Europa hat seine Sektion der Micromoteurs, Bromfietsen oder Kleinmotorräder. Jede Sammlung klassischer Motorräder hat ihre Ecke, in der die kleinen Fahrzeuge von damals von ihren Fluchten mit den jungen Passagieren träumen. Wenn irgendein Fahrzeug mit Emotionen besetzt ist, ist es sicher das Mofa. Und so ist es auch berechtigt, dass es an der Swissmoto 2015 einen Schaukasten bekommen hatte. Die Sonderschau «Mofa-Kult» zeigte einen Querschnitt durch die mehr als 50-jährige Historie des Motorfahrrads vom Veteranentöffli bis zum frisierten Rennmofa; und für stilechte Fachsimpeleien gibt es die stilechte Zweitaktbar.

Teil 1
Freiheitsmaschine
Teil 2
Stetig weniger Töffli auf den Strassen

Teil 3
Mehr als ein Gebrauchsfahrzeug
Teil 4
Den Schatz auf dem Gepäckträger
Teil 5
Easy Rider in der Schweizer Provinz
Teil 6
Grüne Dumpfbacken als Mofa-Ausrotter

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