Ratgeber

Flat Track Riding

Die Magie der Kreiselkräfte

25.05.2015 00:00 (ff/br)

Flat Track Riding ist nicht nur bei den MotoGP-Profis angesagt. Auch dem Normalfahrer kann es viel Spass bereiten, verbunden mit der Möglichkeit, sein Können auf dem Motorrad zu perfektionieren.


Jan-Willem Jansen hält seineKTM Street Tracker gekonnt im Drift. (Für mehr Bilder klicken)

Gezieltes Rutschen will geübt sein

Jammerschade, dass nur die wenigsten das Licht der Welt mit den fahrerischen Qualitäten eines Valentino Rossi oder eines Marc Marquez erblicken. Das muss man zwangsläufig akzeptieren, es ist aber noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, um sich nicht mit den Geheimnissen eines rutschenden Bikes auseinanderzusetzen. Immer wieder bewundern viele von uns die harten Bremsmanöver der Rennprofis, wenn sie mit einem Affenzahn, scheinbar mühelos auf der letzten Rille mit ausbrechendem Hinterrad, auf die Kurven zufliegen, um dann beim Kurvenausgang wiederum fette, schwarze Striche auf den Asphalt zu malen. Physikalisch lassen sich die Grenzen solcher Aktionen mit den Grundlagen des «Kammschen Kreises », wo die Aufteilung der möglichen Gesamtkraft am Rad in die Seitenführungskraft in Querrichtung und die Brems- bzw. Antriebskraft in Längsrichtung des Rades bis zum Erreichen der maximalen Reibungskraft definiert wird. Das heisst vereinfacht ausgedrückt: Je mehr Schräglage und je mehr Gas, desto weniger Reibung und desto schneller rutscht einem das Bike unter dem Hintern weg. Nicht nur Rundstreckenpiloten stellen sich dieser Herausforderung, sondern auch Geländefahrer suchen das Optimum dieses instabilen Fahrzustandes. Doch auch der herkömmliche Strassenfahrer kann in einer brenzligen Situation froh sein, die Grundlagen darüber zu kennen und das Unvorhergesehene geübt zu haben, um im kritischen Moment richtig zu reagieren und damit einen möglicherweise folgeschweren Unfall zu vermeiden.

 

Teil 1
Die Magie der Kreiselkräfte
Teil 2
Gezieltes Rutschen will geübt sein

Teil 3
Ursprünge in den USA
Teil 4
Der fliegende Höllander
Teil 5
Ein Oval im bernischen Roggwil

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