Sport

GP von Deutschland auf den Sachsenring, Moto2

Meisterlicher Marquez, Probleme bei den Schweizern

08.07.2012 12:58 (tk)

Für den Sachsenring hatten sich die Schweizer der Moto2-Klasse viel vorgenommen, die hoch gesteckten Ziele konnte aber keiner von ihnen erreichen. Marquez setzte sich mit einem Sieg in der WM weiter ab, Lüthi wurde Fünfter, Aegerter Zehnter und Krummenacher stürzte. Text: Tobias Kloetzli


Marc Marquez zieht mit einem kalkulierten Sieg in Deutschland im WM-Zwischenklassement weiter vorne weg. Bild: SuterRacing
Tom Lüthi (Suter) wollte nach dem Ausfall von Assen auf WM-Leader Marc Marquez (Suter) wieder Punkte gut machen, Dominique Aegerter (Suter) plante erneut ganz vorne mitzumischen und Randy Krummenacher (Kalex) wollte alles daran setzten, sein Bestresultat aus dem Vorjahr (Rang 4) zu toppen.
In den Trainings sah es so aus, als könnten speziell Aegerter und Krummenacher ihre Vorsätze umsetzten, denn die beiden kämpften auf der Rundenzeitentabelle stets ganz vorne mit. Das Qualifying wurde dann aber bei Regen ausgetragen, wobei Aegerter auf Startplatz 15, Krummenacher gar auf 20 zurückfiel. Einzig Lüthi konnte sich nach mässigen Trainings auf Rang 6 verbessern. Doch Titelkonkurrent Marquez sicherte sich unterdessen die Pole Position.
Im Rennen konnte sich der Spanier an der Spitze behaupten, und musste sich nur kurzfristig dem WM-Zweiten Andrea Iannone (Speed Up), der aus der fünften Reihe gestartet war, beugen. Der Italiener stürzte dann aber und ging mit Rang 16 leer aus.
Während Marquez vor Mika Kallio (Kalex) und Alex de Angelis (FTR) einen sicheren Sieg einfuhr, verlor Lüthi in der Startphase einige Plätze. Als sich Pol Espargaro (Kalex) von Startplatz 17 durchs Feld kämpfte und seine Verfolger abschüttelte, zog der Schweizer nach. In der Schlussphase schloss er wieder zum viertplatzierten Espargaro auf, für einen Angriff reichte es allerdings nicht mehr.
Marquez liegt im WM-Zwischenklassement nun bereits 42 Punkte vor Espargaro und deren 45 vor dem neuen drittplatzierten Lüthi.
Aegerter bewies im Rennen erneut, dass er einer der besten Starter ist und hechtete vom 15. Startplatz sofort auf Rang 9 vor. Zwischenzeitig erkämpft sich der Oberaargauer sogar Position 7, musste sich dann aber mit einem einsamen zehnten Platz begnügen.
Krummenachers Plan, vorne mitzumischen, ging nicht auf: Der aus Reihe 7 gestartete Zürcher kam nie in die Punkteränge und musste sich nach einem Sturz an 16. Position mit Rang 25 im Ziel begnügen.
Marco Colandrea (FTR) war wohl der einzige Schweizer der sein Ziel annähernd erreicht hat; denn mit Rang 23 hatte er gegenüber den ihm angestammten, hintersten Positionen doch einige Plätze gut gemacht.

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