Test und Technik

KTM Freeride 250 R

Hoch überm Tal

05.09.2013 15:02 (rl/br)

Auf die KTM Freeride E mit Elektromotor müssen wir uns noch ein Jahr gedulden. Mindestens. Die überraschend präsentierte 250er Freeride verkürzt uns die Wartezeit höchst unterhaltsam.


die 250er Freeride r ist deutlich sportlicher ausgelegt als die nach einem Jahr bereits etablierte 350er. (Für mehr Bilder klicken)

Bilder gab es im Vorfeld keine, und die Indiskretion, dass KTM eine Freeride mit 250er-Zweitaktmotor bauen würde, liess Spekulationen aufkommen, dass KTM nun einen richtigen Trialtöff macht oder zumindest eine Freeride mit trialsportlicherer Auslegung als die vor gut einem Jahr vorgestellte Freeride 350. Doch KTM bleibt mit der Freeride 250R dem eigenen Freireiter-Grundgedanken treu: Weiterhin kein fokussiertes Trialgerät für hochspezialisierte Akrobaten, sondern ein vielseitig einsetzbarer Töff, an dem Fahrer mit unterschiedlichen Vorlieben und Niveaus ihren Spass haben sollen. Basis ist das Fahrwerk der Freeride 350, das auf den zweiten Freeride-Jahrgang neu abgestimmt wurde. Ziel war bessere Durchschlagresistenz ohne Komfortverlust, was durch eine straffere Dämpfungs- abstimmung und eine progressive Feder am Federbein erreicht werden soll. Ebenso ist die Schwinge neu; sie soll durch definierte Flexibilität das Federbein unterstützen.

Der 250er-Zweitakter stammt aus der Enduro – zumindest teilweise. Vor dem Einbau in die Freeride hat ihn KTM sehr umfangreich modifiziert. Sämtliche Leistungsteile werden spezifisch für die Freeride gefertigt, so ein komplett neuer Zylinder ohne Auslass-Steuerung. Der Kolben ist dem Brennraum mit schmalerer Quetschkante ange- passt. Der Vergaserdurchmesser ist von 36 auf 28 mm reduziert. Die 250er Freeride hat ein Getriebe mit fünf kürzer übersetzten Gängen und einem sechsten Gang, der als Overdrive ausgelegt ist. Beide Freeride-Kubaturen sind mit einer neuen, konventionell mit Spiralfedern ausgerüsteten, ungedämpften Kupplung mit Stahl-Kupplungskörben versehen. Durch die kompaktere Masse des Zweitakters ist die Bodenfreiheit mit geänderten Unterzügen 60 mm grösser. Trotzdem ist auch oberhalb des Motors mehr Platz, der mit 1,5 l mehr Tankvolumen und einem vergrösserten Luftfilter genutzt wird.

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