Test und Technik

Vergleich Superbikes

Fertig Blabla

16.08.2015 00:00 (hs/lü/Rüdin/Stamm/br)

Das Gefühl kann täuschen, doch die Stoppuhr ist immer sachlich und emotionslos, weshalb wir sie ungeniert fragen: «Ührchen, Ührchen in der Hand, wer ist die Schnellste im ganzen Land?»


Piste: Brünn CZ (Für mehr Bilder klicken)

Kawasaki und Yamha: Keine Garantie, aber...

Bei Kawasaki-Importeur Fibag verweist man auf den Text im Schweizer Garantie- und Serviceheft: «Es kann insbesondere nur dann Garantie gewährleistet werden, wenn das Fahrzeug nicht an motorsportlichen Veranstaltungen teilgenommen hat». Will heissen: Keine Garantie beim Gebrauch des Motorrads auf der Rennstrecke. Doch so krass wird man dem Endkunden dann doch nicht vor den Kopf stossen, falls das Motorrad beim Perfektionstraining auf der Rundstrecke einen Schaden erleidet, der auf der Strasse auch aufgetreten wäre. Hier ist Fingerspitzengefühl des Importeurs und die Ehrlichkeit des Kunden gefragt. Eine zu Tode gebremste Bremsscheibe, blau und verzogen, weil zum Rennstreckenheizen die falschen Bremsbeläge eingebaut waren, ja, die wird wohl kein Importeur auf Garantie ersetzen.

Für ambitionierte Hobbyracer und solche, die Rennen und Meisterschaften gewinnen wollen, gibt es so genannte Kitteile: Kabelstrang und Racing- Steuergerät, Zylinderkopfdichtungen in verschiedenen Stärken und vieles mehr. Alle Teile sind nur auf Anfrage über einen Händler erhältlich. Zu diesen Teilen gibt es dann auch ein Kit-Manual, in dem die richtigen Einstellungen und Toleranzen für den mit Kitteilen aufgerüsteten Motor erklärt sind. Auch die verkürzten Service-Zeiten im Rennbetrieb sind aufgelistet. Fachkenntnisse und das richtige Werkzeug sind hier absolute Vorraussetzung, darum sind diese Teile nicht für die breite Masse vorgesehen. Support für die Rennstrecke in Sachen Elektronik und Fahrwerksabstimmung gibt es vom Werk oder dem Importeur nicht, es besteht kein Netzwerk zu Werksteams oder zu etablierten Rennteams, in dem Erfahrungen ausgetauscht und weitergegeben werden.

Das gilt ähnlich auch für Yamaha, wobei ein Sicherheitstraining auf der Rundstrecke nicht als motorsportlicher Einsatz gilt. Doch bei freiem Fahren auf der Piste oder beim Renntraining erlischt auch bei Yamaha die Garantie. Für den Hobbyracer auf Yamaha gibt es ein Kitteile-Programm mit Preisliste. Diese Teile kann jedermann beim Yamaha-Händler bestellen, allerdings nur dreimal jährlich mit drei Monaten Lieferzeit. Das dazugehörige Manual wird erst im November verfügbar sein. Zusätzlichen Support gibt es über Yamaha- Händler, die selbst im Rennsport aktiv sind. Bei Yamaha wird an Dienstleistungen und Angeboten für den Hobbyracer gearbeitet, doch wann diese zur Verfügung stehen, ist noch unklar.

 

Teil 1
Fertig Blabla
Teil 2
Am zweiten Tag gibts kein Profil auf den Pneu

Teil 3
Schluss mit Ausreden – welche ist die Schnellste?
Teil 4
Zum Glück haben wir die Grüne mitgenommen
Teil 5
Garantie und Support der Hersteller
Teil 6
Kawasaki und Yamha: Keine Garantie, aber...
Teil 7
Ducati: Piste ja, keine Rennen
Teil 8
BMW: Offener Datenaustausch
Teil 9
Aprilia: keiner weiss, dass...
Teil 10
Kein Töff fährt ohne Fahrer
Teil 11
Jede Gerade beginnt mit einer Kurve
Teil 12
Noch nie waren so schnelle Töff käuflich für alle
Teil 13
Vergleich der Motorräder
Teil 14
Vergleich der Fahrer
Teil 15
Leistung und Drehmoment
Teil 16
Schnellste Rundenzeiten
Teil 17
Mr. Blue – Rolf Lüthi (54)
Teil 18
Mr. Red – Lukas Rüdin (42)
Teil 19
Mr. Black – Roman Stamm (38)

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