Test und Technik

Triumph Bobber

Späte Liebe

06.09.2015 00:00 (bb/br)

Motorradfahren war für Kunstliebhaber Samuel Leuenberger eher Mittel zum Zweck, bis er entschied, einen Bobber-Aufbau anzugehen – inspiriert von einem Triumph-Umbau von Altmeister Eugen Eicher.


Nach fünf Jahren Umbauzeit fährt Samuel (1974)seinen Triumph Bobber (1967) erstmals aus. (Für mehr Bilder klicken)

Die alte Dame von 1967

Die aufwendige und langwierige Recherche startete Samuel im Internet. «Ich sammelte Hunderte von Fotos, Beispiele von schönen, richtigen und schlechten Bobber-Umbauten, trieb mich in einschlägigen Foren rum, las, verwarf, suchte erneut und war irgendwann so weit, dass ich wusste, welche Basis ich verwenden wollte: eine Triumph Bonneville aus den 1960er-Jahren. » Nur: Der Markt in Europa war nahezu abgegrast. Zwar gab es noch Töff des gesuchten Typs aus dieser Zeit, aber zu exorbitanten Preisen. Samuel dehnte seine Suche aus und wurde in Übersee fündig: Bei einem kalifornischen Händler hielt sein zukünftiger Bobber den Dornröschenschlaf: eine originale Triumph Bonneville T 120 R von 1967! Samuel schlug zu, und das Motorrad kam per Schiff nach Rotterdam, wo er es selbst abholte. So weit so gut. Aber wer sollte nun bei der Umsetzung des schönen Plans helfen? Samuel konnte das nicht alleine, das war ihm klar. «Dann stiess ich, Internet sei Dank, in einem Forum auf einen Eintrag, wo sich ein Schweizer Kunde öffentlich bei Eicher Motors Classic Bikes für seine gelungene Maschine bedankte. Dazu gab es ein Bild von einer neu aufgebauten, alten Bonneville.» Samuel war hingerissen. «Das war der zündende Funke, ich wusste, an wen ich mich wenden musste, um meinen perfekten Bobber zu kreieren.»

 

Teil 1
Späte Liebe
Teil 2
Die alte Dame von 1967

Teil 3
Den Geist der 1960er-Jahre eingefangen
Teil 4
Zierlicher Racer mit starrem Heck – und alles eidgenössisch-legal
Teil 5
Ausgeklügelte Details
Teil 6
Hintergrund
Teil 7
Technik

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